OB Ziemons über die Evakuierung
„Es ist ein gutes Gefühl, dass alles wie geplant gelaufen ist“
Aktualisiert am 22.01.2026 – 14:30 UhrLesedauer: 2 Min.
Michael Ziemons: Auch er war in der Notuntertkunft im Tivoli. (Quelle: Simon Abrahamjan)
Die Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Aachen erfordert eine gut koordinierte Evakuierung. Bürgermeister Ziemons zeigt sich zufrieden.
Für Bürgermeister Michael Ziemons hat der heutige Donnerstag früh begonnen. Der Krisenstab der Stadt Aachen tagte wegen der Entschärfung der Weltkriegsbombe schon um 7 Uhr. Alle 380 Hilfskräfte mussten mobilisiert und informiert werden.
Neben Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt waren unter anderem auch Hilfsorganisationen und Krankentransportzüge aus dem Regierungsbezirk Köln dabei. Diese Unterstützung musste angefragt werden: „Wenn man ein Altenheim evakuieren will, braucht man auch mal Hilfe von außerhalb“, sagt Ziemons. Ansonsten konnte die Stadt Aachen die gesamte Evakuierung aus eigenen Kräften stemmen.
Und es ist alles gut gelaufen. Eine Evakuierung verlaufe nach einem Plan, alles sei vorbereitet, sagt Ziemons. Und: „Es ist ein gutes Gefühl, dass bisher alles genau so gelaufen ist, wie es geplant war.“
Größere Zwischenfälle gab es also keine. Nur ein paar „Besonderheiten“, wie der Oberbürgermeister berichtet. Zu diesen Besonderheiten zählt zum einen, dass das Büro des Bürgertelefons „Call Aachen“, bei dem Bürger Fragen zur Evakuierung stellen können, selbst im Evakuierungsgebiet lag. Dieses musste noch in der Nacht an einen Ausweichort umziehen.
Eine weitere „Besonderheit“ war ein bettlägeriger Mann, der ein Haustier hatte. Der Patient konnte im Krankenwagen abtransportiert werden. „Aber Haustiere dürfen ja nicht in den Krankenwagen.“ Deswegen habe sich die Feuerwehr um einen Tiertransport gekümmert.
Was die Entschärfung der Bombe angeht, liege man momentan im Zeitplan. Wenn es keine Zwischenfälle gebe, könnte die Entschärfung um 14.30 Uhr beendet sein. Allerdings könne man nicht in das Gewinde hineinschauen und auch Menschen, die sich weigerten, ihre Wohnungen zu verlassen, könnten die Entschärfung bis dato noch verzögern.
