Mitglieder der spanischen Polizei arbeiten neben einem Nahverkehrszug in der Region Murcia.

Stand: 22.01.2026 15:14 Uhr

Erneut hat sich in Spanien ein Zugunglück ereignet. Ein Zug prallte in einen Kran, mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Derweil geht das Auswärtige Amt offenbar von einem toten Deutschen beim Unglück vom Sonntag aus.

In Spanien hat sich erneut ein Zugunglück ereignet. Wie der staatliche Fernsehsender TVE und der Rettungsdienst der Region Murcia am Donnerstag berichtete, ist im Südosten des Landes ein Nahverkehrszug gegen einen Baukran geprallt. Mehrere Menschen seien verletzt worden. Der Unfall ereignete sich in Cartagena, südlich der Stadt Murcia.

Der spanische Bahnbetreiber Adif teilte auf X mit, dass der Verkehr auf dieser Strecke aufgrund „des Eindringens eines nicht zum Bahnbetrieb gehörenden Krans in die Infrastruktur“ unterbrochen wurde. Weitere Details wurden zunächst nicht genannt.

Gewerkschaft kündigt Streiks an

Es ist das dritte Zugunglück in Spanien innerhalb kürzester Zeit: Nahe Adamuz in der südspanischen Region Andalusien war am Sonntag ein Hochgeschwindigkeitszug entgleist und mit einem entgegenkommenden Zug zusammengestoßen, der ebenfalls entgleiste. Dabei starben mindestens 43 Menschen. Darunter befindet sich nach derzeitigen Informationen des Auswärtigen Amts offenbar eine deutsche Person.

Am Dienstagabend rammte ein Nahverkehrszug in der Nähe von Barcelona die auf den Gleisen liegenden Trümmer einer eingestürzten Mauer. Dabei kam der Lokführer ums Leben, 37 Insassen wurden verletzt.

Die spanische Zugführergewerkschaft kündigte nach den beiden tödlichen Zugunglücken einen dreitägigen Streik ab dem 9. Februar an. Damit wollen die Lokführer ihrer Forderung nach mehr Sicherheit auf den Schienen Nachdruck verleihen.

Mit Informationen von Kristina Böker, ARD-Studio Madrid.