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Die französische Marine hat im Mittelmeer einen russischen Öltanker gestoppt. Gemeinsam mit dem britischen Geheimdienst griff sie am Donnerstag ein – im Rahmen einer Mission gegen die sanktionierte Schattenflotte von Kreml-Machthaber Wladimir Putin.
Behördenvertreter teilten mit, dass es sich um ein Schiff handelt, das Teil dieser Schattenflotte sein soll.
Nach Angaben der französischen Seebehörden für das Mittelmeer steht der Öltanker mit dem Namen „Grinch” im Verdacht, unter falscher Flagge unterwegs zu sein. Das Schiff sei deshalb ins Visier der Ermittler geraten.
Der französische Präsident Emmanuel Macron erklärte in einem X-Beitrag über die Aufbringung: „Wir sind entschlossen, das Völkerrecht aufrechtzuerhalten und die wirksame Durchsetzung von Sanktionen sicherzustellen.“ Dazu postete er ein Foto, das einen französischen Hubschrauber zeigt, der über einem Schiff schwebt. Macron fügte hinzu: „Die Aktivitäten der Schattenflotte tragen zur Finanzierung des Angriffskriegs gegen die Ukraine bei.“

Ein französischer Hubschrauber kreist über dem Öltanker
Foto: SONARROW_OSINT/X
Die französische Marine eskortiert den Tanker zu einem Hafen. Dort sollen weitere Kontrollen durchgeführt werden, hieß es in einer offiziellen Erklärung der Behörden.
Der Einsatz erfolgte laut Macron in Absprache mit mehreren Verbündeten. Das Schiff fuhr unter falscher Flagge der Komoren, die vor der Ostküste Afrikas liegen. Die Besatzung stammt aus Indien.
Bereits im Oktober hatte Frankreich ein Schiff aufgebracht, das verdächtigt wurde, zur russischen Schattenflotte zu gehören.
Schattenflotte im Visier: Ukraine bombardiert Putin-Tanker
Quelle: BILD16.01.2026
Zuletzt hatten die USA sechs Schiffe innerhalb kurzer Zeit festgesetzt. Alle diese Tanker stehen im Verdacht, am illegalen Ölhandel beteiligt gewesen zu sein – entweder mit venezolanischem oder sanktioniertem Öl. Etwa 70 Prozent der venezolanischen Ölexporte werden über sanktionierte Schiffe abgewickelt. Washington geht damit gezielt gegen die Finanzquellen autoritärer Regime vor.