Kleine Papierfähnchen mit der Trikolore und in Schwarz-Rot-Gold schmückten das Treppengeländer hinauf in den ersten Stock. Dorthin, in einen Klassenraum, hatte das Lycée français international Simone Veil (LfiSV) zu einem Festakt geladen. Gefeiert wurden die deutsch-französische Freundschaft und der Élysée-Vertrag, der am 22. Januar 1963 unterzeichnet wurde. Mit ihm begann die Aussöhnung der beiden Länder. Etienne Sur, Generalkonsul der Französischen Republik, formulierte es so: „Aus der Erbfeindschaft wurde die Erbfreundschaft.“ Angesichts vieler internationaler Krisen und der Rückkehr des Krieges nach Europa durch die russische Aggression sende das deutsch-französische Verhältnis eine klare Botschaft: Dialog statt Konfrontation.