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Vor zwei Jahren gewann Andreas Wellinger noch Silber bei der Skiflug-WM am Kulm (Österreich). In diesem Jahr fehlt der deutsche Skisprung-Star bei der Heim-WM in Oberstdorf (23. bis 25. Januar). Das gab Bundestrainer Stefan Horngacher (56) am Donnerstag, einen Tag vor dem ersten Wettkampf, bekannt.
Wellinger scheiterte überraschend in der internen Ausscheidung und muss daher im Einzelwettbewerb (steigt Freitag und Samstag über vier Durchgänge) zuschauen. Nach zwei Trainingsflügen entschied sich Horngacher stattdessen für Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Pius Paschke und Karl Geiger.
Horngacher sagt: „Es hat die Sprungqualität entschieden. Es war sehr, sehr eng. Wir haben uns lange beraten und sind zu dieser Entscheidung gekommen. Leider hat es Andi Wellinger nicht geschafft.“ Für Wellinger auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen in Predazzo (Italien) ein herber Rückschlag.
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Ein Start im Team-Wettbewerb am Sonntag auf der Heini-Klopfer-Schanze ist trotzdem noch möglich. Allerdings hat Wellinger, der mit dem Team schon drei WM-Medaillen gewann, keine Chance mehr, mit eigenen Sprüngen zu überzeugen. Vielmehr muss er auf eine Schwäche seiner Kollegen hoffen.
Für Olympiasieger Wellinger (2018 in Pyeongchang) läuft es in diesem Winter nicht. Bei der Vierschanzentournee landete er auf einem enttäuschenden 36. Platz, zeitweise wurde er nicht für das Weltcup-Team nominiert.
Seine beste Platzierung: ein siebter Platz im finnischen Ruka, mit dem sich Wellinger immerhin das Olympia-Ticket sicherte. Für das Mega-Event in Italien qualifizierte sich wiederum Geiger nicht. Wellinger gehört neben Raimund, Hoffmann und Paschke zum Aufgebot des Deutschen Skiverbands (DSV).
Abseits seines Top-10-Ergebnisses in Finnland erreichte Wellinger bei nur vier weiteren Springen überhaupt den zweiten Durchgang.