Erneut haben sich in Berlin mehrere Hunderte Menschen angesichts der zugespitzten Lage in Nordsyrien versammelt. Sie zogen vom Brandenburger Tor bis zur CDU-Zentrale. Die Polizei sprach von insgesamt etwa 320 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Versammlung sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.
Tagesspiegel Checkpoint: Berlins beliebtester Newsletter
![]()
Der schnellste Berlin-Überblick von Montag bis Samstag.
Anlass für die Demonstration war nach Angaben der Veranstalter die aktuelle Situation der Kurden in Syrien und die Angst vor einer weiteren Eskalation. Regierungstruppen und die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) liefern sich Kämpfe um Macht, Einfluss und Gebietskontrolle in Nord- und Ostsyrien. Trotz des offiziellen Waffenstillstands gebe es weiter Angriffe auf die kurdischen Gebiete, lautete die Kritik.
Der kurdisch verwaltete Nordosten Syriens ist als Rojava bekannt. „Stoppt die Angriffe auf Rojava jetzt!“ stand auf einem breiten Transparent an der Spitze des Demonstrationszugs.
Weitere Artikel aus Berlin zur Lage in SyrienSyriens islamistischer Staatschef Proteste gegen Al-Scharaa-Besuch in Berlin Gegen weitere Eskalation in Nordsyrien Pro-kurdische Demonstranten ziehen durch Berlin Terrorgefahr durch Syrien-Chaos „Deutsche IS-Dschihadisten könnten unkontrolliert zurückkommen“
Bereits am Mittwoch hatten sich viele Menschen zu einer pro-kurdischen Kundgebung am Brandenburger Tor versammelt und waren dann in Richtung Potsdamer Platz gezogen. Nach Schätzung der Polizei beteiligten sich etwa 1.000 Menschen, auch diese Versammlung blieb demnach weitgehend friedlich. Laut Veranstalter sind in den nächsten Tagen weitere Demonstrationen geplant. (dpa)