
Stand: 22.01.2026 19:34 Uhr
Die Gewerkschaft ver.di hat zu Warnstreiks an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) aufgerufen. Patienten müssen sich auf Einschränkungen einstellen.
Für den 27. und 28. Januar hat ver.di die Beschäftigten der Unikliniken aufgerufen, ihre Arbeit niederlegen, wie die Gewerkschaft am Donnerstag mitteilte. Der Betrieb werde besonders am Dienstag deutlich eingeschränkt sein. Die Versorgung von Notfällen sei aber zu jeder Zeit gewährleistet. Das teilte auch die MHH mit: Es sei eine Vereinbarung getroffen worden, wonach alle Notfallpatienten versorgt werden könnten. Auch die Ambulanzen für Kinder und Jugendliche sowie onkologische und weitere Spezialambulanzen für Erwachsene blieben geöffnet.
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Hannover: Warnstreik im öffentlichen Dienst (1 Min)
Patienten sollen über Terminverschiebungen informiert werden
Die Einschränkungen betreffen demnach vor allem geplante Operationen, geplante stationäre Aufnahmen und ambulante Behandlungen, so die MHH weiter. Patientinnen und Patienten werden laut MHH persönlich über eine Terminverschiebung informiert. Wenn Behandlungstermine nicht verändert werden, sollten Patienten diesen auch wahrnehmen, heißt es in einer Stellungnahme der MHH. Sie müssten allerdings mit Wartezeiten rechnen.
Ver.di fordert mehr Geld – und unbefristete Übernahme
Hintergrund der angekündigten Warnstreiks sind die aktuellen Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst. Ver.di fordert sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 300 Euro monatlich. Zudem sollen die Zuschläge für Arbeit zu ungünstigen Zeiten, zum Beispiel nachts, um 20 Prozentpunkte erhöht werden. Für Nachwuchskräfte fordert die Gewerkschaft monatlich 200 Euro mehr sowie die unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung. „Die Beschäftigten in Universitätskliniken und anderen Gesundheitseinrichtungen sorgen unter schwierigen Bedingungen dafür, dass kranke Menschen rund um die Uhr gut versorgt werden“, sagte Jutta Ulrich, Mitglied der Bundestarifkommission bei ver.di. Das müsse laut Ulrich anerkannt werden – auch finanziell.

Im Landkreis Göttingen sind auch am Mittwoch zwei Tunnel gesperrt. In Hannover hatten am Dienstag Hunderte demonstriert.

Aufgerufen hatte die Gewerkschaft ver.di. In Braunschweig hatten sich am Dienstag Hunderte Menschen am Warnstreik beteiligt.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 22.01.2026 | 19:00 Uhr