
22. Januar 2026
Halle (Saale), Januar 2026 – Die Handwerkskammer Halle sieht in der geplanten Anpassung der Grundschullehrpläne Risiken für die spätere berufliche Ausbildung. Präsident Thomas Keindorf betont, dass die Grundlagen für das Berufsleben bereits in der Grundschule gelegt werden.
Künftig sollen schriftliches Dividieren und die Schulausgangsschrift nicht mehr verpflichtend sein. Stattdessen rücken digitale Bildung, Demokratieförderung, Sprachförderung und Grundkompetenzen stärker in den Fokus. Keindorf äußert Bedenken, dass dadurch grundlegende mathematische und Schreibfähigkeiten verloren gehen könnten, die für viele Handwerksberufe essenziell seien.
Er schlägt vor, den Lernstoff aller Fächer kritisch zu überprüfen, um Kernkompetenzen in MINT-Fächern und den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu sichern. Zudem spricht sich die Handwerkskammer für die Wiedereinführung des Werkunterrichts in Grundschulen aus, um frühzeitig Interesse an Handwerksberufen zu wecken.