1querLudwigshafen / Mainz – Gemeinsam das Kind in den Mittelpunkt stellen: Dezernent Pletscher im Gespräch mit Minister Teuber / 550.000 Euro für Schulsozialarbeit in Ludwigshafen

Seit Beginn des Jahres ist Lars Pletscher neuer Beigeordneter und Dezernent für Bildung, Jugend, Familie und Sport in Ludwigshafen. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit traf er am Donnerstag Bildungsminister Sven Teuber zu einem ersten Austausch. „Gemeinsam wollen und können wir als Bildungsfamilie für die Kinder in Ludwigshafen viel erreichen. Wir können es als Ministerium nicht ohne die Stadt als Schulträger und Verantwortliche für die Kitas. Und die Stadt kann es nicht ohne uns als Ministerium. Deshalb freue ich mich, dass wir schnellstmöglich über die Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen ins Gespräch kommen, um im Interesse der Kinder und Jugendlichen zusammenzuarbeiten“, so Bildungsminister Sven Teuber.

Unterstützung von Landesseite brachte der Bildungsminister direkt mit: Einen Förderbescheid über rund 550.000 Euro für die Schulsozialarbeit in der Stadt übergab Teuber an Pletscher. Damit stieg die landesseitige Unterstützung für Schulsozialarbeit an den allgemeinbildenden Schulen in Ludwigshafen innerhalb der vergangenen vier Jahren um 80 Prozent. 18 volle Stellen für Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter verteilt an 22 allgemeinbildenden Schulen – zehn Grundschulen, fünf Realschulen plus, einer Grund- und Realschule plus, drei Integrierten Gesamtschulen, einer Schule mit Förderschwerpunkt Lernen und einem Gymnasium – werden damit in diesem Jahr gefördert. 2022 waren es zehn Stellen an acht Schulen. „Schulen sind ein Spiegel unserer Gesellschaft, das sehen wir gerade in Ludwigshafen. Sie stehen somit ebenso vor veränderten Aufgaben, denen wir überall im Alltag auch begegnen. Wir müssen Schulen daher weiter mit Professionen ergänzen, um diesem Wandel und den Schülerinnen und Schülern besser gerecht werden zu können, ohne sich selbst zu überfordern. Dazu trägt Schulsozialarbeit bei“, so Bildungsminister Sven Teuber.

Dezernent Lars Pletscher sagte: „Es war mir ein großes Anliegen, früh den Dialog zum Land und Minister Teuber zu suchen. Ludwigshafen ist in der Bildungsdebatte derzeit in aller Munde – politisch und medial. Und das nicht, weil in Ludwigshafen schlecht gearbeitet wird. Ganz im Gegenteil: Ich erlebe alle Beteiligten, die sich für die Bildung der Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt einsetzen, in höchstem Maße engagiert und motiviert. Jedoch lassen sich die Schwächen in unserem Bildungssystem sowie teilweise sehr bedenkliche gesamtgesellschaftliche Entwicklungen gerade in den Kommunen nicht wegdiskutieren. Die Probleme sind komplex und wir brauchen eine gemeinsame Kraftanstrengung. Ich habe in unserem Gespräch wahrgenommen, dass das Land sich dieser Verantwortung bewusst ist und das gilt selbstverständlich auch für uns als Stadt. Unter anderem das Thema Schulsozialarbeit ist dafür beispielgebend. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat die Stadt Ludwigshafen elf Stellen für Schulsozialarbeiter*innen neu geschaffen. Mittlerweile haben wir insgesamt 31,65 Stellen für die Schulsoziarbeit an allen allgemeinbildenden Schulen mit einem verbleibenden städtischen Finanzierungsanteil von rund 1,87 Millionen Euro. Ich nehme aus dem Gespräch mit dem Bildungsminister für Ludwigshafen mit, dass wir uns gemeinsam den bildungspolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen stellen werden und in engem Austausch zusammen Lösungen erarbeiten werden.“

Quelle: Ministeriums für Bildung Rheinland-Pfalz
© Ministerium für Bildung / Jonas Birk

Zuletzt aktualisiert am 23. Januar 2026, 09:24