Ludwigshafen. Am Donnerstag war Bildungsminister Sven Teuber zu Besuch in Ludwigshafen. Die Schulsozialarbeit in der Stadt wird aus Landesmitteln weiter ausgebaut.
Die Förderung der Schulsozialarbeit an Ludwigshafener Schulen ist in den vergangenen 4 Jahren um 80 Prozent gestiegen. Die Zahl der Schulsozialarbeiter, die im Stadtgebiet vor allem an Grund- und Realschulen tätig sind, ist von 10 auf 18 angewachsen.
„Schulen sind ein Spiegel unserer Gesellschaft, das sehen wir gerade in Ludwigshafen“, so Bildungsminister Sven Teuber. „Sie stehen somit ebenso vor veränderten Aufgaben, denen wir überall im Alltag auch begegnen. Wir müssen Schulen daher weiter um Berufe ergänzen, um diesem Wandel und den Schülern besser gerecht werden zu können. Dazu trägt Schulsozialarbeit bei.“ Der Minister brachte einen Förderbescheid über 550.000 Euro mit.
Schulsozialarbeit soll unter anderem Benachteiligungen aufgrund der Herkunft abbauen. Dabei helfen Schulsozialarbeitern Kindern dabei, persönliche, soziale und schulische Probleme zu bewältigen. Sie bieten individuelle Beratung an, helfen bei der Konfliktschlichtung, fördern das soziale Miteinander in Klassenverbänden und schützen Schüler vor Gewalt und Sucht. Gleichzeitig bieten sie Hilfen beim Übergang von Schule in den Beruf. Mit Lehrern, Eltern und sozialen Beratungsstellen arbeiten sie dabei Hand in Hand.
„Ludwigshafen ist in der Bildungsdebatte derzeit in aller Munde – politisch und medial“, sagte Lars Pletschner. „Und das nicht, weil in Ludwigshafen schlecht gearbeitet wird. Ganz im Gegenteil: Ich erlebe alle Beteiligten, die sich für die Bildung der Kinder und Jugendlichen in unserer Stadt einsetzen, in höchstem Maße engagiert und motiviert.“ Dennoch gebe es noch Schwächen im Bildungssystem, die komplex seien und gemeinsame neue Lösungsansätze und Kraftanstrengungen bräuchten. Daran arbeiten Stadt und Land gemeinsam.
„Das Thema Schulsozialarbeit ist dafür beispielgebend. Mittlerweile haben wir insgesamt 31,65 Stellen für die Schulsozialarbeit an allen Schulen, die berufsbildenden mit eingerechnet. Ein Finanzierungsanteil von rund 1,87 Millionen Euro bleibt bei der Stadt“, sagte Pletschner.
Gemeinsam mit dem Land will das Dezernat sich den bildungspolitischen und gesellschaftlichen Herausforderungen stellen und in engem Austausch zusammen Lösungen erarbeiten. jg/red