Am Montag steht nicht nur das Haushaltssicherungskonzept auf der Tagesordnung des Wuppertaler Stadtrats. Ein anderer Vorgang wirft Fragen auf: Dann nämlich soll der Rat eine Personalie absegnen, die die Beigeordneten eigentlich schon erledigt zu haben glaubten: Verkehrsdezernent Gunnar Ohrndorf (CDU) war qua Amt und Einigung zwischen den Ratsfraktionen als Verwaltungsvertreter bereits in die Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) entsandt worden. Jetzt aber folgt die Rolle rückwärts: Auf Weisung von Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (SPD) soll Ohrndorfs Rolle Kämmerer Thorsten Bunte (SPD) übernehmen. Und Ohrndorf stattdessen in den Regionalrat rücken, der bei der Bezirksregierung angesiedelt ist, den Regionalplan aufstellt und Förderprogramme begleitet. Die Folge: Die CDU schäumt, weil sie sich um eine wichtige Einflussnahme auf den Durchschlag des VRR auf die Kommune betrogen sieht – was Finanzierungsbedarf und Attraktivität des Verkehrs anbelangt. Jetzt will die CDU die Umbesetzung von der Tagesordnung nehmen.