Coca-Cola will an seinem Standort in Halle künftig deutlich mehr Getränke herstellen. Das bestätigte das Unternehmen auf Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT. Demnach soll in diesem Sommer eine neue Abfüllanlage für Dosen in Betrieb gehen. Damit werde in Halle künftig auch wieder Cola, Fanta und Sprite produziert. Derzeit komme aus Halle das Sportgetränk Powerade und der Eistee Fuze Tea.
Investitionen in Millionenhöhe
Im vergangenen Jahr investierte Coca-Cola nach eigenen Angaben etwa 45 Millionen Euro in den Standort in Halle. Ein Großteil des Geldes sei in die neue Abfüllanlage geflossen. Auch in diesem Jahr werde nochmal ein zweistelliger Millionenbetrag in die Anlage investiert. Die Erhöhung der Kapazitäten muss allerdings noch vom Landesverwaltungsamt genehmigt werden, weil für die Herstellung zusätzlicher Getränkemengen bei Coca-Cola auch mehr Trinkwasser benötigt wird.
Frage nach Wasserkapazität
Die Stadtwerke Halle sehen bei dem steigenden Wasserbedarf von Coca-Cola nach eigenen Angaben kein Problem und erklärten, sollte das Wasser, das größtenteils aus der Rappbodetalsperre kommt, mal knapp werden, würde zusätzlich Wasser über das Werk in Torgau bezogen. Coca-Cola teilte mit, weiter an wassersparenden Technologien zu arbeiten.
Der Coca-Cola-Standort in Halle ist einer von 13 Produktionsbetrieben in Deutschland. Den Angaben nach arbeiten 300 Angestellte in Halle.