Der IT-Sicherheitsexperte Manuel Atug erwartet, dass die Zahl der Hackerangriffe in Deutschland weiter steigen wird. Als Grund nannte er im Interview mit MDR AKTUELL, dass die Bundesländer bisher keine Maßnahmen beschlossen haben, um die Cybersicherheit zu verbessern.

„Und so wartet jeder auf den anderen und niemand möchte die Verantwortung in die Hand nehmen“. Auch, dass für mehr Cybersicherheit teures Geld investiert werden müsse, schrecke die Länder ab.

Zur Person: Manuel Atug
Manuel Atug ist der Gründer der Arbeitsgruppe Kritische Infrastrukturen (AG Kritis) und unter anderem Mitglied im Chaos Computer Club. Er befasst sich seit über 20 Jahren mit Themen wie Hybrid Warfare, Cybersicherheitsstrategien und digitalem Katastrophenschutz.

Experte: Kriminelle Hackerbanden greifen jeden Bereich an

Atug zufolge ist kein Bereich, keine Branche vor Hackerangriffen sicher. So seien etwa die Bereiche Medien, Kultur, Staat und Verwaltung bei Cybersicherheit und Sicherheitsmaßnahmen generell schlecht aufgestellt. „Bei den Kommunen sehen wir, dass die der Reihe nach erfolgreich angegriffen werden“. Das käme auch bei kommunalen Dienstleister vor. Zuletzt wurde in Sachsen-Anhalt zum Beispiel bei Cyberangriffen auf Halle und Querfurt Sirenenalarm ausgelöst.

Das Interview in voller Länge zum Nachhören: