Die Polizei Mannheim hat im Rhein-Neckar-Raum und in Bayern zwei Frauen und drei Männer festgenommen. Sie sollen Frauen aus Südamerika nach Deutschland geschmuggelt und dann zur Prostitution gezwungen haben. Wo die Tatverdächtigen genau festgenommen wurden, gaben die Ermittler nicht bekannt. Die Frauen sollen laut Polizei und der Heidelberger Staatsanwaltschaft aus Brasilien und Kolumbien nach Deutschland geschleust worden sein.
Die mutmaßlichen Schleuser sollen sie dann zur Prostitution vor allem in Süddeutschland gezwungen haben. Die zwei Frauen und drei Männer (zwischen 24 und 46 Jahre alt) sitzen nun in Untersuchungshaft; die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern in Tateinheit mit gemeinschaftlicher Zuhälterei vor.
Über 60 Frauen zu Prostitution gezwungen
Als Druckmittel sollen die fünf Verdächtigen den Frauen ihre Pässe abgenommen oder ihnen Gewalt angedroht haben. Bislang wurden laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) 62 Frauen identifiziert, die der illegalen Prostitution nachgegangen sein sollen. Außerdem sollen vier der fünf Tatverdächtigen mit Drogen in größerem Umfang gehandelt haben. Die Rede ist von mindestens fünf Kilo Kokain sowie kiloweise Haschisch und Marihuana.
Das Amtsgericht Heidelberg hat in diesem Zusammenhang mehrere Durchsuchungs-Beschlüsse erlassen. Bei diesen Durchsuchungen wurden der Staatsanwaltschaft zufolge unter anderem Ausweisdokumente der Frauen gefunden, scharfe Schusswaffen sowie Bargeld in fünstelliger Höhe. Es gab neben Durchsuchungen im Rhein-Neckar-Raum auch welche Bayern, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit.