Ausstellung zeigt Original-Exponate und multimediale Elemente
Diesen Gesamtblick teilt Asisi nun mit Besucherinnen und Besuchern des Panometers. Auf dem Rundgang sind neben Malereien, Projektionen und Fotografien auch Originalexponate zu sehen.
Zum Beispiel zwei Eier eines Kaiserpinguins und ein winziger Krillkrebs. Mit der Ausstellung will das Team um Asisi die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Antarktis zeigen. Ein empfindliches Ökosystem, in dem ein Lebewesen auf das andere angewiesen ist.
Begleitet wird die Ausstellung dabei von Kompositionen des belgischen Künstlers Eric Babak. Er hat bisher alle Soundtracks für Asisis Panoramen arrangiert. Die Arbeit mit Asisi sei für Babak immer ein besonderes Highlight, sagte er MDR KULTUR. Vor allem, da er das Panorama durch die Musik aktiv mitgestalten könne.
„Ich habe ja mit der Musik die Möglichkeit, in alle Richtungen zu lenken. Ich kann das Ganze glücklich wirken lassen, ich kann es trauriger machen, ich kann es ängstlich machen.“ Babaks Aufgabe sei es dann, die Balance zu finden.
Sounddesign der Ausstellung: zwischen Kälte und Zurückhaltung
Für „Antarktis“ sollte die Musik eine gewisse Kälte transportieren und nicht zu fröhlich klingen. Insgesamt umfasst Babaks Komposition etwa 280 Tonspuren. Dazu zählen seine eigenen Klänge und Originalgeräusche, die Asisis Team von seiner Expedition mitgebracht hat. Ein fallender Eisbrocken, ein Vogel, das Heulen einer Robbe.
Ich glaube, wenn die Menschen hier rausgehen, waren sie in der Antarktis.
Yadegar Asisi, Panorama-Künstler
Antarktis nicht Asisis letztes Naturpanorama
Für seine Ausstellung wünscht sich Yadegar Asisi vor allem, dass Besucherinnen und Besucher sich ganz von ihren audiovisuellen Eindrücken treiben lassen können. „Ich glaube, wenn die Menschen hier rausgehen, waren sie in der Antarktis. Und dann bin ich gespannt, was sie erzählen.“
Und: „Antarktis“ soll nicht sein letztes Naturpanorama sein. Yadegar Asisi habe schon neue Ideen im Kopf – zum Beispiel die Wüste und die Tiefsee.