Die Europäische Union hat einen entscheidenden Schritt in Richtung eines saubereren Energiesystems gemacht. Zum ersten Mal haben Windenergie und Solarenergie mehr Strom erzeugt als fossile Brennstoffe.
Dieser Fortschritt wurde im Jahr 2025 gefestigt, als die erneuerbaren Energien fast die Hälfte des Stroms des Blocks lieferten. Dennoch geht dieser Erfolg mit einer wichtigen Warnung einher: das Stromnetz bleibt ein Hemmschuh.
Obwohl der Übergang schnell voranschreitet, hält die Infrastruktur nicht mit dem Tempo Schritt. Daher betonen Experten, dass die Modernisierung ebenso wichtig sein wird wie die Erhöhung der sauberen Erzeugung.
Erneuerbare Energie.
Weniger Kohle, mehr Erneuerbare und ein immer noch präsentes Gas
Die Kohle zieht sich weiterhin aus dem europäischen Energiesystem zurück. Ihr Anteil fiel auf historische Tiefststände und ist in den meisten Ländern bereits marginal.
Dieser Rückgang wurde langfristig nicht durch andere fossile Brennstoffe ausgeglichen. Dennoch stieg im Jahr 2025 der Gaseinsatz aufgrund der geringeren Wasserkraftproduktion.
Dürren und der Mangel an Regen reduzierten den Beitrag des Wassers. Infolgedessen musste die EU mehr Gas importieren und höhere Energiekosten in Kauf nehmen.
Dennoch sank die fossile Erzeugung über fünf Jahre hinweg kontinuierlich. Dieser Prozess bestätigt einen strukturellen Wandel in der europäischen Strommatrix.
Länder, die führen, und andere, die noch von fossilen Brennstoffen abhängig sind
Die Führungsrolle bei den Erneuerbaren ist in der gesamten Europäischen Union nicht einheitlich. Nur 14 der 27 Mitgliedstaaten produzierten mehr Wind- und Solarstrom als fossilen Strom.
Unter ihnen sind erstmals die Niederlande und Kroatien. Auch Schweden, Luxemburg, Finnland und Litauen zeichnen sich durch ihre Beständigkeit aus.
Portugal, Spanien, Österreich, Frankreich und Belgien haben diesen Trend gefestigt. Gleichzeitig haben Ungarn und Deutschland kürzlich den Wendepunkt erreicht.
Im Gegensatz dazu sind Estland, Bulgarien, Griechenland, Irland, Slowenien, Lettland, Rumänien, die Slowakei, Italien, Tschechien, Polen, Zypern und Malta weiterhin stärker von fossilen Brennstoffen abhängig. Dennoch zeigen mehrere dieser Länder ein starkes Wachstum bei der Solarenergie.
Erneuerbare Energie.
Veraltete Netze und Preise unter Druck
Der Fortschritt bei den Erneuerbaren zeigt technische Grenzen des Stromsystems auf. Die aktuellen Netze können nicht immer Spitzen der Solar- und Windproduktion aufnehmen.
Dies führt zu Verschwendung von sauberer Energie und Preisspannungen. Außerdem erhöhen die Zeiten mit höherem Gaseinsatz die Großhandelspreise.
Die Aktualisierung der Netze würde eine bessere Integration der Erneuerbaren ermöglichen. Sie würde auch die Volatilität reduzieren und die Energiesicherheit stärken.
Die Vorteile des Ersatzes fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien
Der Ersatz von fossilen Brennstoffen reduziert direkt die umweltschädlichen Emissionen. So wird der Klimawandel gemildert und die Luftqualität verbessert.
Darüber hinaus verringern die Erneuerbaren die Abhängigkeit von Energieimporten. Dies stärkt die Souveränität und reduziert die Anfälligkeit für externe Krisen.
Aus einer ökologischen Perspektive schützen sie auch Ökosysteme. Weniger Abbau bedeutet weniger Druck auf Böden, Gewässer und Biodiversität.
Der europäische Energiewandel zeigt, dass der Weg möglich ist. Die Herausforderung besteht nun darin, den Schwung mit modernen Netzen und kohärenten Politiken aufrechtzuerhalten.