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Frust statt Feier!

Die Telekom Baskets Bonn gehen im Verfolgerduell der Easycredit Basketball-Bundesliga gegen die Rostock Seawolves zum Auftakt des 17. Spieltags baden. Zu Hause kassiert der Tabellenfünfte ein 77:81 gegen den Siebten, nachdem es zwischenzeitlich schon nach einer bösen Klatsche aussieht.

Und das ausgerechnet am 42. Geburtstag von Bonn-Trainer Marko Stankovic. Nicht nur der Serbe hatte sich den Abend nach zuletzt vier Siegen aus fünf Spielen (nur gegen Bayern verloren) komplett anders vorgestellt.

Foto: BILD

Zu Beginn liefern sich die Kontrahenten ein wahres Offensivspektakel. Satte 56 Punkte können die Zuschauer im Telekom Dome im ersten Viertel bestaunen. 30 davon allerdings für die Gäste. Und das geht in den zweiten zehn Minuten so weiter. Nach einem 9:0-Lauf ziehen die Seawolves weiter davon. 43:53 heißt es aus Heimsicht zur Pause, nachdem man zwischenzeitlich sogar schon mit minus 15 (34:49) zurücklag. Dabei war die Bilanz gegen Rostock bisher so positiv (6:1-Siege in den bisherigen sieben Duellen).

Bonn-Trainer kassiert Geburtstagsklatsche gegen Rostock

Jubilar Stankovic bedient im Dyn-Halbzeitinterview: „Wir müssen definitiv unsere Fehlerquote herunterschrauben. Ich weiß gar nicht, wann wir zuletzt so viele Fehler in unserem Spiel hatten.“

Doch der Plan geht krachend schief. Was vor allem an TJ Crockett liegt. Rostocks Top-Star dreht mächtig auf, versenkt wenige Minuten nach der Pause drei Dreier in Folge und bringt die Gäste fast im Alleingang auf 20 Punkte Vorsprung (49:69)! Vor dem Schlussviertel steht der US-Boy bei herausragenden 19 Zählern (damit wird er am Ende Topscorer). Und sein Team führt vor allem dank ihm mit 71:56.

Konsterniert an der Seitenlinie: Bonn-Trainer Marko Stankovic

Konsterniert an der Seitenlinie: Bonn-Trainer Marko Stankovic

Foto: Eibner-Pressefoto/Gerhard Wingender

Die Partie damit frühzeitig entschieden. Bezeichnend: Die Bonner führen in der gesamten Spielzeit genau einmal – für exakt elf Sekunden (beim 23:21 im ersten Viertel). Ganz so deutlich wird das Ergebnis am Ende nur deswegen nicht, weil bei den Gästen der Schlendrian einkehrt. Rostocks vierter Sieg in Serie gerät aber zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Damit mutieren sie hinter den Über-Bayern zum Team der Stunde.

Das Fazit von Bonns Kapitän Michael Kessens: „Wir waren von Anfang an nicht da und das bezahlst du in der BBL teuer. Das Ergebnis sieht nicht so schlimm aus, war es aber doch.“ Kurios: Das Rückspiel gibt es schon am nächsten Wochenende (31. Januar, 18.30 Uhr, live bei Dyn). Die direkte Chance zur Revanche für die Baskets. Kessens gibt die Marschroute vor: „Wir müssen uns besser vorbereiten und besser Basketball spielen. Und ein besseres Gesicht zeigen, als heute.“