Die Augsburger Panther verlieren ein wichtiges Spiel im Kampf um das Erreichen der K.-o.-Runde. Bei den Nürnberg Ice Tigers unterlag das Team von Trainer Bill Peters am Freitagabend mit 1:3 (1:0, 0:2, 0:1). Ausschlaggebend war: „Wir haben das zweite Drittel ein bisschen verpennt. Es hat gegen eine so laufstarke Mannschaft nicht gereicht“, sagte AEV-Stürmer Tim Wohlgemuth im Interview bei Magentasport. Die Gäste hatten der Nürnberger Offensivpower nicht genügend entgegenzusetzen.
Nach der vierten Niederlage im vierten Saisonduell mit den Franken liegen die Augsburger nun schon acht Punkte hinter dem bayerischen Rivalen. Der weitere Play-off-Konkurrent Schwenningen ist noch in Reichweite. Ein Sieg der Augsburger im Heimspiel am Sonntag (14 Uhr) gegen Bremerhaven wäre hilfreich, um den Anschluss an die Play-off-Plätze zu halten. Die Partie ist wie fast alle Heimspiele in dieser Saison – ausverkauft.
DJ Busdeker erzielt Führung für die Augsburger Panther
Die Nürnberger starteten mit irrem Tempo und setzten die AEV-Abwehr vor Torhüter Peyton Jones von der ersten Sekunde an unter Druck. Doch der Deutsch-Amerikaner, dessen Vertrag in dieser Woche verlängert worden ist, behielt zunächst den Überblick. Viel effektiver die Gäste: Die erste Chance nutzten die Panther zum 1:0. Lediglich knapp eine Minute hielten sich die Augsburger im gegnerischen Drittel auf und waren erfolgreich. Nach einem Schuss von Moritz Elias stocherte Donald Busdeker die Scheibe im Nachschuss zum 1:0 (8. Minute) ins Tor.
Sein Debüt bei den Augsburgern gab David Farrance. Zuletzt war der Offensiv-Verteidiger bei Sibir Novosibirsk in der russisch geprägten KHL unter Vertrag gestanden und erhält nun die elfte und letzte Ausländerlizenz in Augsburg. Dort fehlen aktuell zwar die drei Stürmer Anthony Louis, T. J. Trevelyan (beide verletzt) und Alexandre Grenier (gesperrt). Verteidiger Moritz Wirth musste auch in Nürnberg als Stürmer in der vierten Reihe aushelfen. Trainer Bill Peters verteidigte dennoch die Verstärkung für die Defensive: „Wir verbringen zu viel Zeit in unserer Zone.“
Franken feiern vierten Sieg in Folge gegen Augsburg
Das änderte sich auch im zweiten Drittel nicht. Nürnberg drängte mit Macht auf den Ausgleich. Die Panther kamen kaum zum Luft holen. In der 32. Minute hatte Nürnbergs Roman Kechter das leere Tor vor sich. Der Winkel war zwar spitz, doch es war schwieriger, den Puck an den Pfosten statt über die Linie zu schießen. Der EHC-Stürmer schaffte das Kunststück. In der 34. Minute holten sich die Franken den verdienten Lohn für ihr unermüdliches Anrennen. Samuel Dove-McFalls glich zum 1:1 aus und wenige Minuten später brachte Tyler Spezia die Gastgeber erstmals mit 2:1 in Führung. Die Augsburger hatten sich zu sehr einschnüren lassen.

Nach dem 3:1 durch Charlie Gerard in der 52. Minute brachten die Franken ihren dritten Sieg in Folge sicher über die Zeit. AEV-Coach Peters nahm drei Minuten vor dem Ende seinen Torwart zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch in Bedrängnis brachten die Augsburger ihren Gegner nicht mehr.
Augsburger Panther Jones – Schemitsch, Button; Mayhew, Bowey; Farrance, Renner; Pilu – Cramarossa, Wohlgemuth, Blank; M. Elias, Kunyk, Bowey; Zwickl, Damiani, Bast; Wirth, Henriquez, Hanke
Tore 0:1 (9.) Busdeker, 1:1 (34.) Dove-McFalls, 2:1 (37.) Spezia, 3:1 (52.) Gerard
Zuschauer 7672
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Milan Sako
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Nürnberg
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