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Zehlendorf – Eklat in der Bezirksparlamentssitzung (BVV) Steglitz-Zehlendorf: Rednerin Ellinor Trenczek (SPD) erschien am Mittwoch zur Stromanschlag-Debatte im Antifa-Sweatshirt.

Eine Nähe zum Linksextremismus wurde den Grünen kürzlich nach Veröffentlichung einer internen Mail mit Anweisungen zur Sprechweise über den Blackout vorgeworfen („NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“). Die Sozialdemokraten setzten noch eins obendrauf. Bezirksverordnete Trenczek kam im schwarzen Antifa-Hoodie ins Rathaus Zehlendorf.

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Ausgerechnet zu der Sitzung, in der man den massiven Stromausfall politisch aufarbeiten wollte – verursacht durch einen linksextremistischen Terroranschlag auf die Kabelbrücke.

Auf Trenczeks Brust war das Symbol der „Antifaschistischen Aktion“ deutlich zu sehen. Eine schwarze Fahne, die für den autonomen Anarchismus steht. Die rote Fahne symbolisiert den Sozialismus. So erklärt das Bundesamt für Verfassungsschutz das Logo auf seiner Webseite.

Weiter schreibt es: „Entsprechend dieser Bedeutung findet das ‘Antifa‘-Symbol vor allem im Linksextremismus breite Verwendung und zwar insbesondere im gewaltorientierten Teil der Szene, für den das Symbol Zeichen militanter Aktionsformen ist.“

Mit einem gemeinsamen Foto und einem „Mutter-Tochter-Gespräch“ präsentieren sich Ellinor Trenczek und Gesundheitssenatorin Czyborra im SPD-Online-Mitgliedermagazin

Mit einem gemeinsamen Foto und einem „Mutter-Tochter-Gespräch“ präsentieren sich Ellinor Trenczek und Gesundheitssenatorin Czyborra im SPD-Online-Mitgliedermagazin

Foto: SPD Berlin

Thema „Antifa“ liege ihr besonders am Herzen

Ellinor Trenczek (studiert im Master Geschichtswissenschaft an der Freien Universität Berlin) bekennt sich auch im Internet-Auftritt der SPD-Bezirks-Fraktion zu ihrer ideologischen Einstellung: Das Thema „Antifa“ liege ihr besonders am Herzen.

Im Mitglieder-Magazin der SPD posiert sie auf einem Foto mit ihrer bekannten Mutter: Berlins Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (59, SPD)!

In der Sitzung warf ihr CDU-Bezirkspolitiker Torsten Hippe (53) eine Antifa-Verherrlichungskampagne vor. Zwischenruf von Trenczek: „Was haben Sie gegen Antifaschismus?“

Hippe darauf: „Ich habe überhaupt nichts gegen Antifaschismus, wenn er nicht in Terror abgleitet und wenn er nicht Bezüge zum Terror hat. Das ist eine Scharnierfunktion zum Terror und davon muss sich die SPD distanzieren.“

Die Politikerin am Rednerpult: „Antifaschismus ist eine Frage der Haltung, eine Position gegen jede Form der Menschenfeindlichkeit.“ Dann schleuderte sie linksextremistische Programmatik ins Plenum: „Wer nicht antifaschistisch ist, ist faschistisch.“

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Bezirksvorsteher René Rögner-Francke (CDU) erklärte am Donnerstag auf BILD-Anfrage: Strafrechtlich verboten sei das Antifa-Symbol nicht. „Wir haben keine beschlossene Kleiderordnung.“ Aber: „Aufgrund der Vorkommnisse werde ich im Ältestenrat ansprechen, dass man es künftig unterbindet.“

Auf BILD-Anfrage reagierte Trenczek nicht. Von anderen Bezirksverordneten hieß es, sie trage das Sweatshirt öfter.