Den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten erhält in diesem Jahr, wie schon vorab bekannt gegeben wurde, der Schauspieler und Filmemacher Florian David Fitz.

In der Kategorie Erfolgreichster Film gewinnt „Das Kanu des Manitu“ von Regisseur und Darsteller Michael „Bully“ Herbig. Die Fortsetzung von „Der Schuh des Manitu“ setze auch die Erfolgsgeschichte fort, heißt es von der Jury. Der erste Teil habe gezeigt, „wie Humor, Originalität und handwerkliche Qualität ein breites Publikum begeistern können“. Der aktuelle Film knüpfe nahtlos an diesen Kultstatus an „und überzeugt durch eine gelungene Mischung aus pointiertem Witz, visueller Raffinesse und erzählerischer Leichtigkeit“.

Als Bester Kinderfilm wird „Zirkuskind“ ausgezeichnet. Der Film von Julia Lemke und Anna Koch nehme die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer ernst und begegne ihnen auf Augenhöhe, heißt es in der Begründung.

Leonie Benesch ist Beste Darstellerin des 47. Bayerischen Filmpreises. Sie wird mit einem Pierrot für ihre Rolle in „Heldin“ geehrt. „Leonie Benesch verkörpert mit herausragender Schauspielkraft, die unter die Haut geht, eine engagierte, aber auch fehlbare und überforderte Krankenschwester“, schreibt die Jury, und: „Danke, dass wir durch die Glanzleistung dieser Figur wieder zu mehr Demut, Menschlichkeit und Dankbarkeit zurückfinden konnten.“

Als Bester Darsteller wiederum wird Schauspieler Rainer Bock ausgezeichnet für seine Rolle in „Karla“. „In dem bestürzenden Spielfilm beeindruckt Rainer Bock ein weiteres Mal durch sein nuancenreiches, kluges Spiel“, heißt es in der Jurybegründung. Dabei zuzusehen, wie Rainer Bock dieser einsamen Seele immer deutlichere Konturen verleiht, rühre zu Herzen.

Den Newcomer-Preis erhält in diesem Jahr Michael Kofler für seinen Film „Zweitland“. Der Regisseur hat laut Jury „ein kraftvolles, authentisches Werk, mit einem einfühlsam geführten Schauspiel-Ensemble“ geschaffen.

Als Bester Kameramann wird in diesem Jahr Fabian Gamper ausgezeichnet für den Film „In die Sonne schauen“. Gamper gelinge eine seltene Balance zwischen Nähe und Distanz, zwischen Beobachtung und Empfindung, urteilt die Jury.

Den Regiepreis erhält Mascha Schilinksi für den gleichen Film, „In die Sonne schauen.“ Die Regisseurin „überzeugt mit einer außergewöhnlichen Regiearbeit, die unsere Sehgewohnheiten spielerisch und präzise herausfordert“, schreibt die Jury. „Mit Blicken durchs Schlüsselloch eröffnet sie neue Perspektiven.“

Filmpreis für Florian David Fitz

:Wie man Menschen ins Kino lockt? „Mit einem trojanischen Pferd“

Florian David Fitz, mit 51 Jahren nahezu jugendlicher Ehrenpreisträger beim 47. Bayerischen Filmpreis, hat eine klare Vorstellung, wie man Menschen für Filme begeistern kann.

Daniel Abma wird mit dem Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet für „Im Prinzip Familie“. Er habe feines Gespür und große Sensibilität, schreibt die Jury.

Den Drehbuchpreis bekommt diesmal Yvonne Görlach für ihr Drehbuch zu „Karla“. Die Jury: „In ihrem eindrucksvollen Drehbuch ersetzen Gesten und Bilder die Worte, die der Heldin fehlen.“

Als Bester Film wird „Amrum“ ausgezeichnet. „Regisseur Fatih Akin ist ein ästhetisch, atmosphärisch und inhaltlich sehr reicher und dichter Film gelungen“, schreibt die Jury. Die diesem Film eigene Magie entfalte sich durch das unmittelbare Erleben dessen, was auf der Leinwand geschieht.

In der Kategorie Entdeckung werden diesmal Til Schindler und Heike Hanold-Lynch für „Scham“ ausgezeichnet. „Das Zusammenspiel zwischen Heike Hanold-Lynch und Til Schindler schafft eine unglaublich dichte und authentische Atmosphäre, der man sich als Zuschauer nicht entziehen kann“, findet die Jury.