Das US-Militär hat im östlichen Pazifik eigenen Angaben zufolge einen tödlichen Angriff auf ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Boot ausgeführt. Dabei handelt es sich um den ersten Angriff seit der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte.
Das für Lateinamerika und die Karibik zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Southcom) erklärte in sozialen Medien, das Boot sei in Drogenschmuggelaktivitäten verwickelt gewesen. Es sei von als terroristisch eingestuften Organisationen betrieben worden und auf einer bekannten Route von Drogenschmugglern unterwegs gewesen, teilte Southcom mit. Bei dem Angriff seien zwei Menschen getötet worden, eine Person habe überlebt. Man habe die US-Küstenwache informiert, um für diese Person Such- und Rettungsmaßnahmen einzuleiten.
Ein dem Beitrag beigefügtes Video zeigt ein Boot, das sich durch das Wasser bewegt, bevor es in Flammen aufgeht. Das US-Militär hat sich zuletzt verstärkt darauf konzentriert, sanktionierte Öltanker mit Verbindungen zu Venezuela unter seine Kontrolle zu bringen.
Die letzten US-Angriffe auf Boote erfolgten Ende Dezember. Damals erklärte das Militär, es habe innerhalb von zwei Tagen fünf mutmaßliche Drogenschmuggelboote angegriffen. Dabei seien insgesamt acht Menschen getötet worden, während andere über Bord gesprungen seien. Tage später stellte die Küstenwache die Suche ein.
US-Präsident Donald Trump hatte die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Anfang Januar und die Luftangriffe auf das Land auch damit begründet, illegalen Drogenschmuggel und „Terrorismus“ bekämpfen zu wollen. Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores haben die Anklage wegen Drogenschmuggels vor einem New Yorker Gericht am 5. Januar zurückgewiesen und auf unschuldig plädiert.
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