
23. Januar 2026
Halle (Saale) – Private Eigentümerinnen und Eigentümer stehen zunehmend im Mittelpunkt der Denkmalpflege in Sachsen-Anhalt. Nach Angaben des Landesverwaltungsamtes entfiel mit 30 geförderten Einzelmaßnahmen ein erheblicher Teil der Denkmalförderung auf private Antragsteller. Die Projekte reichten von kleineren Sicherungsarbeiten bis hin zu umfassenden Restaurierungen historischer Gebäude.
Die Fördersummen lagen zwischen rund 1.500 Euro, etwa für die Restaurierung bleiverglaster Treppenhausfenster in einem Wohnhaus in Quedlinburg, und bis zu 200.000 Euro für die denkmalgerechte Sanierung des historischen Festsaals im Studiokino am Moritzplatz in Magdeburg.
Gefördert wurden unter anderem Maßnahmen am Bahnhof Magdeburg-Neustadt, an der Bockwindmühle in Osterweddingen, an einer denkmalgeschützten Scheune in Meinsdorf sowie an mehreren Schloss- und Gutsanlagen. Dazu zählen Mauersanierungen am Gutshof Marienborn, Restaurierungsarbeiten in der Schlosskapelle des Wasserschlosses Hemsendorf, Sicherungsmaßnahmen an der Schlossanlage Isenschnibbe sowie Arbeiten an der Hedwigsburg in Prettin und am Hofmarschallhaus in Weißenfels. Auch Fassadensanierungen in Oranienbaum-Wörlitz und Wörlitz sowie Notsicherungen unter anderem in Sandau, Zeitz und Raguhn-Jeßnitz wurden unterstützt.
Neben klassischen Restaurierungsmaßnahmen erhielten auch Projekte mit innovativen Ansätzen Förderung, darunter die energetische Sanierung der Historischen Wassermühle Chörau sowie denkmalverträgliche Solaranlagen in Oranienbaum-Wörlitz.
Das Landesverwaltungsamt verweist darauf, dass die Zahl privater Förderanträge seit Jahren auf einem konstanten Niveau liegt. Dies unterstreiche die kontinuierliche Bedeutung privater Initiativen für den Erhalt des baulichen Kulturerbes im Land.