TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Das vergangene Jahr würde Hannovers Investor und Aufsichtsratschef Martin Kind wohl am liebsten vergessen. Der 81-Jährige hatte schwere gesundheitliche Probleme, musste sich drei komplizierten Rücken- und einer Herz-Operation unterziehen.

Auch interessant

Anzeige

Auch interessant

Anzeige

Wie geht es dem Unternehmer mittlerweile? „Ich mache Fortschritte, aber es braucht seine Zeit. Die Fortschritte gehen eher langsam voran. Es ist aber alles im Soll. Wenn man ein Dreivierteljahr im Krankenhaus verbringt, Muskeln abbaut und auch die Kondition eine Katastrophe ist, muss man sich das alles wieder hart erarbeiten“, verrät Kind gegenüber BILD.

Um wieder zu alter Stärke zu gelangen, soll ein Privat-Coach helfen: „Ich mache jeden Tag eine Stunde Training. Ich habe einen Trainer, der mit mir Kraft-, Konditions- und Beweglichkeitsübungen macht.“ Noch muss er aber mit Einschränkungen leben: „Die sind noch deutlich. Alles geht beim Laufen langsamer, die Beweglichkeit ist verloren gegangen. Ich bin etwa 30 Prozent langsamer als normal. Alles muss vorsichtiger gemacht werden, alles geht noch nicht. Das sind schon Herausforderungen.“

Hannover 96: Kind kämpft sich zurück

Samstag will er beim 96-Heimspiel gegen Düsseldorf (13 Uhr/Sky) wieder im Stadion sein. Die Aufgabe für die Profis auf dem Platz ist nach der Rückrundenauftakt-Pleite in Lautern (1:3) klar: „Rechnerisch sollten wir das Spiel gewinnen, damit wir den Anschluss nicht endgültig verlieren. Wir dürfen nicht in der letzten Viertelstunde die Spiele verlieren.“

Mehr zum Thema

Und wie läuft die Zusammenarbeit mit Boss-Rückkehrer Jörg Schmadtke (61)? Tauschen sich beide täglich aus? Kind: „Wir wollen keine Alibi-Veranstaltungen. Wenn Entscheidungen abgestimmt werden müssen, dann machen wir das. Jetzt nur anzurufen und einen Sachstand abzufragen, wie weit man irgendwo ist, braucht es nicht. Wenn etwas konkret wird, sprechen wir.“

Ein weiteres Großereignis im vergangenen Jahr für den Familienvater: Seine Hörgeräte-Kette (seit 1970 in fester Familienhand) wurde vom dänischen Giganten Demant übernommen – laut eigenen Angaben für 700 Millionen Euro. Für Kind aber kein Grund, sich zur Ruhe zu setzen: „Wir bauen eine neue Firma auf. Wir führen Unternehmungen zusammen. Es gibt viel zu tun. Es handelt sich um viele kleine Unternehmen, die breit gefächert sind, also Beteiligungs-, Immobilien-, Arbeitssicherheitsunternehmen und, und, und … Ich bin voll dabei.“