Eklat bei Stadtderby in Hamburg
HSV-Talent reagiert wütend auf Fan-Beleidigungen
24.01.2026 – 08:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Hamburgs Luka Vuskovic: Im Spiel gegen St. Pauli musste sich der HSV-Abwehrspieler einige Schmähungen der Heimfans gefallen lassen. (Quelle: Maryam Majd/dpa)
Luka Vuskovic zeigte sich nach dem 0:0 zwischen St. Pauli und dem HSV empört über Schmähungen gegen seinen gesperrten Bruder. Der Vorfall im Kabinengang sorgte für hitzige Reaktionen auf beiden Seiten.
Das 113. Hamburger Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem HSV hat einen unschönen Nachklang bekommen. HSV-Abwehrchef Luka Vuskovic wurde nach dem torlosen Unentschieden wütend, als St. Pauli-Fans seinen älteren Bruder Mario beleidigt haben sollen.
„Ich weiß nicht, was die Fans hier von St. Pauli denken, es ist sehr respektlos, meinen Bruder zu beleidigen. Ich habe nichts Gutes über die Fans zu sagen“,“ beklagte sich das 18 Jahre alte Ausnahmetalent im Sender Sky.
Der kroatische Abwehrspieler ging aufgebracht zur Kabine und legte in Richtung der St. Pauli-Fans demonstrativ den Zeigefinger auf den Mund. Im Kabinengang soll er dann gespuckt haben. Daraufhin sollen ihn St. Paulis Verteidiger Karol Mets und Co-Trainer Peter Nemeth verbal konfrontiert haben.
HSV-Trainer Merlin Polzin stellte sich schützend vor seinen jungen Spieler. „Wir haben einen 18-jährigen Menschen, der sehr viel Last auf sich trägt, was mit Mario Vuskovic passiert ist“,“ sagte HSV-Coach Polzin. Mario Vuskovic, der ältere Bruder, ist wegen Dopings noch bis November gesperrt.
„Ich glaube, dafür steht nicht nur der HSV, sondern auch der FC St. Pauli, dass diese Themen normalerweise sehr sensibel behandelt werden und dass man da Verständnis gegenseitig hat“,“ führte Polzin aus. Mario Vuskovic hat stets seine Unschuld beteuert.
Der HSV-Trainer konnte den Unmut von Luka Vuskovic nachvollziehen. „Wenn man dann diese Sprüche, Worte, Aufforderungen, Gesten und dann auch teilweise Handlungen entgegengebracht bekommt, dann hat das nichts damit zu tun, wofür nicht nur beide Vereine stehen, sondern auch Hamburg als weltoffene Stadt stehen sollte“,“ sagte Polzin.
Sportlich war Luka Vuskovic einer der besten HSV-Spieler im Derby. Der von Tottenham Hotspur ausgeliehene Verteidiger löste seine Aufgaben in der Abwehr souverän. In der 54. Minute hatte er per Kopfball nach einer Ecke die beste Torchance der Gäste. St. Paulis Torwart Nikola Vasilj konnte den Ball jedoch parieren.
