Steinhagen. „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“, lautet einer der Kult-Sprüche von Loriot. Auf Steinhagen angewendet müsste der Satz allgemeiner formuliert werden: „Ein Leben ohne Hund ist möglich, aber sinnlos.“ Denn wie aktuelle Zahlen aus dem Rathaus belegen, schaffen sich immer mehr Menschen in der Gemeinde einen Hund an. Es muss allerdings kein Mops sein.
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren in Steinhagen 1.820 Hunde angemeldet. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den Rika Pohlmann vom Ordnungs- und Umweltamt verfasst hat. Somit sind nun 28 Hunde mehr als noch vor einem Jahr in Steinhagen unterwegs. Im Vergleich zum Jahr 2020 sind es sogar 128 mehr. „Die Zahl der in Steinhagen gehaltenen Hunde hat sich in den vergangenen fünf Jahren um rund 7,5 Prozent erhöht“, hat Rika Pohlmann ausgerechnet. Und noch eine beeindruckende Zahl hat sie in petto: Bei aktuell 20.968 Einwohnern hat statistisch betrachtet fast jeder zwölfte Steinhagener (genau: jeder 11,52.) einen Hund.
178 von ihnen sind im vergangenen Jahr neu bei der Gemeindeverwaltung angemeldet worden, 144 wurden abgemeldet. Schaut man sich die Anmeldungen genauer an, erkennt man die Vorlieben der Steinhagener und Steinhagenerinnen für bestimmte Rassen. Demnach sind Mischlinge besonders beliebt. Denn sie machen mit 26 Tieren den Großteil der Anmeldungen aus. Es folgen Labradore mit zehn Anmeldungen und auf Platz drei Dackel (einschließlich Rauhaardackel) mit neun Anmeldungen.
Zahl der großen Hunde in Steinhagen steigt
Anders als noch vor einem Jahr nimmt die Zahl der großen Hunde in Steinhagen wieder etwas zu. In diese Kategorie fallen Tiere, die höher als 40 Zentimeter und/oder schwerer als 20 Kilogramm sind. Laut Angaben aus dem Ordnungs- und Umweltamt sind unter den 1.820 gemeldeten Hunden 914, die als große Hunde geführt werden – 30 mehr als im Vorjahr.
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Vier anhand der Rasseliste als gefährlich geltende Hunde sind in Steinhagen gemeldet, das ist einer weniger als 2024. Hunde, die nach einem Beißvorfall als gefährlich eingestuft wurden, gibt es in der Gemeinde aktuell zwei. Laut dem Jahresbericht wurden im vergangenen Jahr zwölf Vorfälle mit Hunden zur Anzeige gebracht. Vier von Privatpersonen, zwei durch den Außendienst des Ordnungsamtes und sechs von Amtswegen.
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Wer die Tretminen seines Vierbeiners auf Fußgängerwegen nicht beseitigt, kann mit 50 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten werden. Damit es gar nicht so weit kommt, hat die Gemeinde in Steinhagen 88 Hundetoiletten aufgestellt. Sieben davon mussten laut Rika Pohlmann im vergangenen Jahr aufgrund von Beschädigungen und Verschleiß ausgetauscht werden. Sie spricht in ihrem Jahresbericht von einem „deutlichen Anstieg von Vandalismus“. Die Folge: Der Austausch der Abfallbehälter wird nicht mehr aus den Gratiszugaben des Herstellers im Zuge der Bestellung der Kottüten sichergestellt. Im vergangenen Jahr hat die Gemeinde 7.151 Euro für die Instandhaltung der Hundetoiletten ausgegeben.
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