Bekommt Gladbachs Trainer Eugen Polanski mit seinem Team gegen den VfB die Kurve? Foto: IMAGO/pepphoto
Der VfB tritt an diesem Sonntag als Favorit im Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach an – aus guten Gründen.
Auf den VfB Stuttgart wartet eine echte Wundertüte. Denn bei Borussia Mönchengladbach weiß man in dieser Saison nie so recht, was kommt – wobei das Pendel im Zweifel eher in die negative Richtung ausschlägt. An diesem Sonntag (15.30 Uhr) treten die Weiß-Roten in der Bundesliga im nicht ausverkauften Borussia-Park an (es gibt noch Karten in fast allen Kategorien/der Gästeblock ist ausverkauft) – und geht dabei als Favorit ins Spiel.
Das liegt an der angedeuteten Wankelmütigkeit der Fohlen. So holte die Borussia ihren ersten Sieg in dieser Saison erst am neunten Spieltag, danach gab es unter dem neuen Coach Eugen Polanski, der den Schweizer Gerardo Seoane bereits Mitte September beerbt hatte, 13 von 15 möglichen Punkten, ehe es nun aus den vergangenen fünf Partien wieder nur einen Dreier gab.
Besonders schlimm aus Sicht der Borussia war das 1:5 bei der TSG Hoffenheim vor eineinhalb Wochen – die darauffolgende Leistung beim HSV (0:0) geriet ähnlich miserabel. Gladbach hatte da schlicht Dusel, dass der Aufsteiger das Tor nicht traf.
Borussia Mönchengladbach ist angeschlagen
Der VfB ist also bei einem angeschlagenen Gegner zu Gast, der in dieser Bundesliga-Saison bisher eine durchwachsene Bilanz von jeweils fünf Siegen und Remis sowie acht Niederlagen aufweist.
Einer der Gründe: In Absenz des derzeit wieder am Knie verletzten Nationalstürmers Tim Kleindienst gibt es mit Ausnahme von Angreifer Haris Tabakovic (neun Saisontreffer) kaum Torgefahr.
Sportchef Rouven Schröder sagte dazu nach dem 0:0 beim HSV dies: „Wir hatten keine richtig klaren Torchancen, wir müssen die Schritte nacheinander gehen, wir müssen noch viel arbeiten. Jetzt haben wir erst einmal Stuttgart vor der Brust, das ist noch einmal eine ganz andere Kategorie.“
Torhüter Moritz Nicolas nahm seine Mannschaft in Hamburg „viel zu passiv“ wahr – er fordert vor dem Duell mit dem VfB dies: „Wir müssen mit deutlich mehr Energie ins Spiel starten als beim HSV, dürften im eigenen Ballbesitz nicht so fehlerbehaftet sein und wollen natürlich eine ganz andere Leistung zeigen.“
Das Hinspiel gegen die Borussia gewann der VfB übrigens Ende August mit 1:0 – durch das vielumjubelte Kopfballtor von Neuzugang Chema in Minute 79.