Ladenburg. (dpa) Ein missglückter Basejump dürfte die Ursache für die schweren Verletzungen eines 28-Jährigen sein, der in Ladenburg in eine Baugrube gestürzt ist. Das teilte die Polizei mit.
Der Mann war mit Metallstäben im Körper in der Grube gefunden worden. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen stürzte er auf sogenannte Bewehrungsstangen, nachdem ihm ein Basejump – also ein Sprung aus geringer Höhe – misslungen war.
Wie genau sich das Unglück ereignete und von wo aus der Mann absprang, ist nach Worten eines Sprechers unklar.
Der Mann befindet sich mittlerweile außer Lebensgefahr. Ein Anwohner hatte am vergangenen Samstagabend Hilferufe gehört und den 28-Jährigen am Boden der Baugrube entdeckt.
Beim Basejumping springen Menschen zum Beispiel von Gebäuden, Baukränen oder Brücken. Unter anderem wegen der niedrigen Höhe gelten solche Sprünge als gefährlicher als ein klassischer Fallschirmsprung.
Update: Freitag, 23. Januar 2026, 16.15 Uhr
Rätselhafter Baugruben-Unfall beschäftigt Ladenburg
Ein 28-Jähriger war am Samstagabend mit schweren Verletzungen aus einer Baugrube gerettet worden. Lebensgefahr bestehe nun nicht mehr. Die Polizei ermittelt.
Von Edda Nieber
Ladenburg. Was am Samstagabend vorgefallen ist, treibt viele Menschen um: Mit lebensgefährlichen Verletzungen wurde ein 28-Jähriger in einer Baugrube in der Ladenburger Nordstadt an der Ecke Alte Leimengrube/Langgewannstraße gefunden. Durch Hilferufe hatte der junge Mann auf sich aufmerksam gemacht, ein Anwohner wählte den Notruf.
Wie genau er in die Grube gelangte und sich so schwer verletzte, wird derzeit ermittelt. Viel konnte ein Polizeisprecher auf RNZ-Anfrage dementsprechend noch nicht sagen. Das Gerücht, dass es sich bei dem Verletzten um einen „Base Jumper“ oder Fallschirmspringer handelte, der von einem Baukran gesprungen und verunglückt ist, bestätige er nicht. Fest steht aber: Der junge Mann hatte unfassbares Glück. Er schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.
Seine Rettung war auch für die Freiwillige Feuerwehr Ladenburg ein außergewöhnlicher Einsatz, wie Kommandant Pascal Löffelhardt berichtete. Mit dem Stichwort „Unterstützung Rettungsdienst“ wurden seine Kameraden alarmiert. „Eine so anspruchsvolle technische Rettung haben wir da erst mal nicht erwartet.“ Mit drei Fahrzeugen und 13 Einsatzkräften rückte die Ladenburger Wehr aus – einige davon kamen direkt vom Ball der Feuerwehr.
„Die Kameraden haben den jungen Mann mit Pfählungsverletzungen in der Grube vorgefunden“, so Löffelhardt. Wobei es beim Verletzungsbild widersprüchliche Aussagen gibt: Während die Polizei in ihrer ersten Mitteilung noch von ebendiesen „Pfählungsverletzungen“ schrieb, betonte der Polizeisprecher gegenüber der RNZ später: „Der Mann wurde nicht aufgespießt.“
Löffelhardt hingegen berichtete: Senkrecht stehende Armierungseisen der Bodenplatte hätten den 28-Jährigen durchbohrt und von den Einsatzkräften durchgeschnitten werden müssen. „Das ist so, wie man es im Erste-Hilfe-Kurs lernt: Man darf nichts einfach rausziehen. Der Verletzte wurde mit den Eisen ins Krankenhaus gebracht“, erklärte Löffelhardt.
Zur weiteren Versorgung sei das Medical Intervention Car aus Heidelberg nachalarmiert worden. Das in Deutschland einmalige Fahrzeug bietet durch seine besondere Ausstattung die Möglichkeit, spezielle erweiterte lebensrettende medizinische Maßnahmen an der Einsatzstelle durchzuführen, die im regulären Rettungsdienst derzeit nur eingeschränkt oder gar nicht möglich sind.
Als der Patient erstversorgt und stabilisiert und die Eisen durchgeschnitten waren, wurde er mit einer Schleifkorbtrage und der Drehleiter geborgen. „Was viele nicht wissen: Unsere Drehleiter kann man auch nach unten fahren“, erklärte Löffelhardt. Unter anderem durch ein extra Gelenk in der Leiter war es möglich, den Verletzten aus der geschätzt vier Meter tiefen Grube zu retten.
Zur Amtshilfe wurde auch die Freiwillige Feuerwehr Mühlhausen angefordert. Warum gerade diese Kameraden kamen, erklärte Löffelhardt damit, dass sie eine Drohne haben, die im Nachgang bei der Dokumentation unterstützte.
Er wünsche dem Verletzten schnelle und gute Besserung, so Löffelhardt abschließend. Zur Klärung werden Zeugen gesucht, die sich beim kriminalpolizeilichen Hinweistelefon unter der Telefonnummer 0621/ 174-4444 melden können.
Update: Dienstag, 20. Januar 2026, 17.35 Uhr
Lebensgefährlich verletzter Mann in Baugrube gefunden
Der 28-Jährige wies mehrere Pfählungsverletzungen auf. Die Polizei sucht Zeugen.
Ladenburg. (pol/mare) Am Samstagabend wurde ein lebensgefährlich verletzter Mann in einer Baugrube einer frei zugänglichen Baustelle in Ladenburg aufgefunden. Das berichtet die Polizei.
Gegen 21.45 Uhr nahm ein Anwohner Hilferufe von der Baustelle an der Ecke Alte Leimengrube und Langgewannstraße wahr und setzte umgehend einen Notruf ab, als er den verletzten 28-Jährigen sah. Der junge Mann wies beim Eintreffen der Einsatzkräfte mehrere lebensgefährliche Pfählungsverletzungen aufgrund von Bewehrungsstangen der Bodenplatte in der Baugrube auf. Zwischenzeitlich befindet sich der 28-Jährige nicht mehr in Lebensgefahr.
Vor Ort waren neben Einsatzkräften des Polizeireviers Ladenburg auch die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Ladenburg sowie der Gemeinde Mühlhausen und medizinische Rettungskräfte im Einsatz.
Wie sich der 28-Jährige diese Verletzungen zugezogen hat, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen des Kriminalkommissariats Mannheim der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg.
Personen, die sachdienliche Hinweise zur Herkunft der Verletzungen mitteilen können oder Wahrnehmungen in diesem Zusammenhang gemacht haben, können sich beim kriminalpolizeilichen Hinweistelefon unter der Telefonnummer 0621/174-4444 melden.