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Er ist der neue Speed-King! Giovanni Franzoni (24) gewinnt die 86. Ausgabe des legendären Hahnenkamm-Rennens in Kitzbühel. Knapp zwei Wochen vor den Olympischen Spielen in Norditalien (6. bis 22. Februar) ist der Italiener bei der Abfahrt auf der berühmt-berüchtigten Streif das Maß aller Dinge. Vor rund 45 000 jubelnden Fans entwickelt sich ein absoluter Krimi!

Franzoni steht von Beginn an im Fokus. Er brannte zuletzt in Wengen im Super-G einen phänomenalen Lauf in den Schnee, feierte am Ende seinen ersten Weltcup-Erfolg. Und auch in Kitzbühel macht er wieder auf sich aufmerksam. In beiden Trainings fuhr er Bestzeit – und ließ dabei sogar Ski-Dominator Marco Odermatt (28) hinter sich.

Franzoni rast zum Sieg – Millisekunden-Drama um Odermatt

Alles ist also angerichtet für ein hochspannendes Rennen. Franzoni stürzt sich als Zweiter die Streif runter und rast direkt zu einer Mega-Zeit! 1:52,31 Minuten leuchten im Ziel auf. Den Streckenrekord von 1:51,58 Minuten, den der frühere Skirennfahrer Fritz Strobl schon 1997 aufgestellt hatte, verpasst der Italiener aber knapp.

An Franzonis Zeit beißt sich die Konkurrenz lange die Zähne aus – bis der Gesamtweltcup-Führende Marco Odermatt auf die Strecke geht. Der Schweizer Dominator erwischt einen super Start, die ersten Zwischenzeiten blinken grün. Doch vor dem Hausberg drückt es ihn leicht nach außen. Am Ende schrammt er minimale sieben Hundertstel an der Führung vorbei!

Ski-Dominator Marco Odermatt (28) wurde auf der Streif Zweiter

Ski-Dominator Marco Odermatt (28) wurde auf der Streif Zweiter

Foto: Hans Klaus Techt/APA/dpa

Franzoni überglücklich am ARD-Mikro: „Es ist verrückt, ich zittere am ganzen Körper. Jetzt bin ich hier Erster. Das ist ohne Worte. Es ist der größte Sportmoment in meinem Leben.“

Für Odermatt geht damit sein Streif-Fluch weiter. Der Schweizer hat im Ski-Sport schon so gut wie alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt – doch ein Sieg in der Abfahrt von Kitzbühel, dem größten Spektakel von allen, wollte ihm noch nicht gelingen. Am Freitag hatte er auf der Strecke den Super-G gewonnen.

Odermatt: „Heute gab es nur eins und das war der Sieg. Und wenn es dann wieder nicht klappt, tut das schon weh.“

Shootingstar wird im Ziel emotional

Der Franzose Maxence Muzaton wird sensationeller Dritter. Mit Startnummer 29 geht er ins Rennen und kratzt sogar an der Sensation. Am Ende fehlen nur 0,39 Sekunden auf den Tagessieger. Schon während er der Konkurrenz vom Sessel des Führenden zuschaut, kommen dem ehemaligen Junioren-Weltmeister die Freudentränen.

Franzoni kommen im Ziel die Freudentränen

Franzoni kommen im Ziel die Freudentränen

Foto: ARD

Bester Deutscher wird Luis Vogt. Nach einem ganz starken Ritt wird er Achter (+0,95 Sekunden).