Im Namen der Krone: Netflix hat jetzt auch den legendären James Bond in seinem Streaming-Sortiment, jenen britischen Spion, der über Jahrzehnte mit seinen Abenteuern Millionen vor die Kinoleinwände und die TV-Bildschirme lockte.

James Bond bei Netflix: „GoldenEye“, „Casino Royal“ und mehr

„Feuerball“, „GoldenEye“, „Casino Royal“ – reihenweise Bond-Klassiker können die Fans der weltberühmten Roman- und Filmfigur jetzt bei Netflix streamen, das neuerdings mehr als 325 Millionen Kunden über die ganze Welt verteilt hat. Auch der Filmtitel „Octopussy“ aus dem Jahr 1983 findet sich in dieser exklusiven Sammlung an Bond-Blockbustern.

Empfohlene Artikel

Der Darsteller war seinerzeit Roger Moore. In den 1950er Jahren in London geboren und aufgewachsen, später, 2003 von Queen Elizabeth II als „Sir“ in den Ritterstand erhoben. Geht es Britischer? Klischees wie diese kommen in der Filmreihe häufig vor. Und so wurde in „Octopussy“ eine angebliche DDR-Stadt mit einem bis heute sehr bekannten Namen nachgestellt: Karl-Marx-Stadt. Es war der frühere Name von Chemnitz.

James Bond in Karl-Marx-Stadt? Szenen zur DDR nachgestellt

Aber: Echte authentische Aufnahmen am Checkpoint Charlie und an der Berliner Mauer wurden in diesem DDR-James-Bond-Film mit in Großbritannien gedrehten Szenen vermischt. Konkret: Dreharbeiten in der Karl-Marx-Stadt für die britische Spionage-Reihe gab es nie, den damaligen politischen Verhältnissen am „Eisernen Vorhang“ geschuldet.

Empfohlene Artikel

Anfang der 1980er Jahren war der erbitterte Kalte Krieg auf einem letzten Höhepunkt angelangt. In den USA erhöhte Präsident Ronald Reagan die Rüstungsausgaben massiv, nachdem die Amerikaner als Schutzmacht der „alten“ BRD unter seinem Vorgänger Jimmy Carter die Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau boykottiert hatten.

James Bond in der DDR? Diesen Filmdreh gab es nie

Die Sowjetunion befand sich nach ihrem Afghanistan-Debakel als geschwächte Supermacht des Warschauer Paktes im chaotischen Übergang von Hardliner Leonid Iljitsch Breschnew zu Reformer Michail Gorbatschow. Zurück zu James Bond: Der Superspion mitscht sich in „Octopussy“ unter eine Zirkusgruppe, um an einen Bösewicht heranzukommen.

Empfohlene Artikel

Dieser abtrünnige General und ein Prinz wollen auf einem NATO-Militärflugplatz eine Atombombe detonieren lassen. Die Bombe wird wiederum im Zirkus-Zug versteckt transportiert, der angeblich von Karl-Marx-Stadt wegfährt. Doch: Die Aufnahmen sind tatsächlich auf dem Bahnhof im englischen Wansford entstanden.

James Bond in der DDR? Szenen entstanden in der DDR

Jener Bahnhof liegt in der englischen Grafschaft Cambridgeshire, rund 90 Kilometer östlich der Großstadt Birmingham. Und nicht etwa im sächsischen Chemnitz – auch wenn bei den Szenen am Gleis im Hintergrund eine Bahnhofsschaffnerin mit mutmaßlich sächsischem Dialekt zu hören ist. Wie das DDR-Abenteuer von James Bond endete? Netflix verrät es für alle Streaming-Abonennten.