Bei Einreise in BerlinErmittlern geht mutmaßliches Hamas-Mitglied ins NetzAm-Flughafen-Berlin-Brandenburg-BER-wird-ein-Flugzeug-der-Airline-Eurowings-auf-einer-Enteisungsflaeche-enteistDer im Libanon geborene Mann sei am Freitagabend bei seiner Einreise von Beirut am Flughafen Berlin-Brandenburg festgenommen worden. (Foto: picture alliance/dpa)TeilenFolgen auf:whatsappwhatsapp

Die Bundesanwaltschaft hatte bereits im vergangenen Jahr mehrere Männer wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung festnehmen lassen. Sie werden beschuldigt, Waffen für Hamas-Terroristen beschafft zu haben. Nun klicken erneut die Handschellen.

Die Bundesanwaltschaft hat ein weiteres mutmaßliches Mitglied der radikal-islamischen Hamas festnehmen lassen. Dem Mann werde vorgeworfen, bei der Vorbereitung von Mordanschlägen auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa geholfen zu haben, teilte die Karlsruher Anklagebehörde am Samstag mit. Demnach habe Mohammad S. in Absprache mit einem weiteren Beschuldigten im August 300 Schuss Munition beschafft.

Der im Libanon geborene Mann sei am Freitagabend bei seiner Einreise von Beirut am Flughafen Berlin-Brandenburg festgenommen worden. Er soll am Samstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden werde.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Festnahmen und Inhaftierungen mutmaßlicher Hamas-Mitglieder in Deutschland gegeben. Sie sollen ebenfalls in die Beschaffung von Waffen für die radikalislamische Palästinenserorganisation verwickelt sein.

Der britische Staatsangehörige Mohammed A. war im November im Wege der Rechtshilfe in London festgenommen worden, wenige Wochen davor drei weitere mutmaßliche Hamas-Mitglieder in Berlin. A. soll den Ermittlern zufolge im Sommer einen der drei anderen Beschuldigten in Berlin getroffen und von diesem fünf Pistolen sowie Munition entgegengenommen haben. Die Waffen habe er anschließend nach Österreich gebracht und in Wien eingelagert.

Die deutschen Geheimdienste sehen eine anhaltende Gefahr durch die radikale Palästinenserorganisation. In Deutschland gebe es „schon seit langem einen Rückzugs- und Infrastrukturraum auch für die Hamas“, sagte der Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz, Sinan Selen, bereits Mitte Oktober in einer Anhörung vor dem Bundestag in Berlin.

Quelle: ntv.de, gut/rts/dpa