Der US-Bundesstaat Kalifornien will die Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch nach dem Austritt der USA fortsetzen. Gavin Newsom, der demokratische Gouverneur Kaliforniens, kündigte die Teilnahme an einem Netzwerk von Institutionen zur schnellen Erkennung und Bekämpfung von Gesundheitsgefahren von internationaler Bedeutung an. Das Netzwerk namens GOARN (Global Outbreak Alert and Response Network) wird von der WHO koordiniert.

Newsom zählt zu den prominentesten Kritikern von US-Präsident Donald Trump und gilt als möglicher Anwärter für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten 2028. Was seine Regierung vorhat, ist allerdings unklar. In dem Netzwerk sind Fachinstitute und Organisationen vertreten, keine Staaten oder Regierungen. Auf der Webseite heißt es: „Die Teilnahme an GOARN steht gemeinnützigen Einrichtungen und Organisationen weltweit und auf allen Ebenen offen, die ein Interesse an der Förderung der GOARN-Vision haben und in der Lage sind, zu Warn- und Reaktionsmaßnahmen bei Notfällen im Bereich der öffentlichen Gesundheit beizutragen.“

Auch deutsche Universitätsinstitute und RKI im Netzwerk

Laut Website kooperieren in dem Netzwerk mehrere US-Institute. Darunter sind Universitäten, andere Forschungseinrichtungen und die nationale Gesundheitsbehörde CDC. Auch aus Deutschland sind Universitätsinstitute sowie das Robert Koch-Institut (RKI) dabei. Das RKI ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention, ist also zuständig für die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Krankheiten. Im Rahmen des Netzwerks bildet es Gesundheitspersonal aus anderen Ländern weiter, damit dort Krankheitsausbrüche besser bewältigt werden können. 

© Lea Dohle

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In dieser Woche wurde der 2025 angekündigte Austritt der USA aus der Weltgesundheitsorganisation wirksam. Die WHO hat damit noch 193 Mitgliedsländer.

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Trump hatte staatlichen US-Instituten vor einem Jahr die weitere Zusammenarbeit mit der Organisation untersagt. Er wirft ihr Korruption, Ineffizienz und Einknicken unter politischem Druck etwa von China vor. Die USA sind das erste Land der Welt, das seinen Austritt aus der 1948 gegründeten Organisation erklärte.