12:05 Uhr | Ukrainer melden russischen Vormarsch im Norden von Charkiw
Die russischen Streitkräfte haben nach ukrainischen Angaben ihren Vormarsch in der Gegend von Wowtschansk (russisch: Woltschansk) im Norden der Region Charkiw fortgesetzt. Das hat das militärnahe ukrainische Analyseportal Deepstate gemeldet. „Der Feind setzt seinen Druck im Gebiet von Wowtschansk fort“, heißt es in einem entsprechenden Telegram-Post. Konkret ist von einem Vormarsch in der Nähe von Sinelnykowe und Tsehelne die Rede. Auch die umkämpfte Grauzone in Wilcha habe sich vergrößert. Dem Deepstate-Update zufolge störten die Russen auch die Logistik in der Region, was es erschwere, die Verteidigung von Wowtschansk und Umgebung aufrechtzuerhalten. (Quelle: Deepstate)
09:19 Uhr | Selenskyj pocht auf Umsetzung von Trump-Absprachen zur Luftabwehr
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach den schweren russischen Angriffen auf Energieanlagen die vollständige Umsetzung der mit US-Präsident Donald Trump getroffenen Absprachen zur Luftabwehr gefordert. Die in Davos vereinbarten Maßnahmen müssten „vollständig umgesetzt“ werden, sagt er. Selenskyj und Trump hatten sich am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum im Schweizer Davos getroffen und über Unterstützung bei der Luftabwehr gesprochen, ohne jedoch Details zu nennen. (Quelle: Reuters)
09:16 Uhr | Fast 6.000 Gebäude in Kiew ohne Heizung
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem russischen Angriff in der Nacht fast 6.000 Gebäude von der Wärmeversorgung abgeschnitten. Dies teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Die Außentemperatur lag am Morgen in Kiew bei minus 12 Grad. (Quelle: Reuters)
08:05 Uhr | Altkanzler Schröder gegen „Dämonisierung“ Russlands
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder nennt Russlands Krieg in der Ukraine zwar völkerrechtswidrig, warnt aber vor einer „Dämonisierung“ Russlands. „Natürlich ist der Krieg in der Ukraine nicht zu respektieren, auch nicht zu relativieren. Er ist völkerrechtswidrig, eine Verletzung der Menschenrechte“, schreibt der SPD-Politiker in einem Gastbeitrag für die „Berliner Zeitung“. Es müssten aber alle diplomatischen Mittel genutzt werden, um den Krieg zu stoppen. Er sei „auch gegen die Dämonisierung Russlands als ewiger Feind“. Heute sei viel von militärischen „Fähigkeiten“ die Rede, doch Deutschland und Europa bräuchten in erster Linie „Friedensfähigkeit“, betont Schröder. (Quelle: dpa)
07:22 Uhr | Nato will an Ostflanke auf Roboter-Systeme setzen
Die Nato will an der Ostgrenze digital aufrüsten. Bundeswehr-Brigadegeneral Thomas Lowin kündigte in der „Welt am Sonntag“ eine automatisierte Zone mit Robotertechnik an. Der Vormarsch von Angreifern solle künftig zunächst mit Hightech aufgehalten werden. Entlang der Grenze zu Russland und Belarus solle ein Abschnitt entstehen, der ferngesteuert überwacht werde und den ein Gegner erst überwinden müsste. Diese Zone werde weitgehend menschenleer sein. Lowin ist Vize-Chef für Operationen im Nato-Landkommando. Nach seinen Angaben berücksichtigt das neue Konzept die Erfahrungen der Ukraine im Kampf gegen Russland. (Quelle: dpa)