Blutkonserven in einem Kühlschrank

Stand: 24.01.2026 12:48 Uhr

In Niedersachsen haben in den vergangenen Tagen zahlreiche Menschen Blut gespendet. Das bestätigten Blutspendezentren dem NDR Niedersachsen. Von einer Mangellage könne keine Rede mehr sein.

Allein die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) spricht von geschätzten 50 Prozent mehr Menschen, die Blut gespendet haben. Wegen des hohen Andrangs hätten die Spendenden zum Teil etwas länger warten müssen, hieß es. Zu viel Blut sei aber nicht gespendet worden. Das sei auch eher unwahrscheinlich, weil die Nachfrage besonders im Januar sehr hoch sei. Dem Roten Kreuz zufolge haben auch in den Landkreisen Lüneburg und Harburg in diesem Monat bereits jeweils etwa 200 Menschen mehr als erwartet Blut gespendet.

Mangellage nach Sturmtief „Elli“

Felix Roeren vom DRK Blutspendedienst glaubt, dass insbesondere Medienberichte über die knappen Blutreserven der Grund für die höhere Spendenbereitschaft sind. Darin hatte das Rote Kreuz ausdrücklich zum Spenden aufgerufen. Vor rund zwei Wochen hatte das Sturmtief „Elli“ für starke Verkehrsprobleme gesorgt, wodurch deutlich weniger Menschen als normal Blut spenden konnten. Vom Roten Kreuz heißt es, man sei sehr dankbar über die Spenden. Gleichzeitig betonte ein Sprecher aber auch: Für eine konstante Reserve sei es am besten, regelmäßig und nicht nur punktuell Blut zu spenden.

Eine Frau spendet bei einer Aktion des DRK Blut.

Wetterbedingt fielen in Niedersachsen viele Spendentermine aus – einige Blutgruppen reichen nur noch 36 Stunden.

Ein Arm während der Blutspende

In den Landkreisen fehlen laut Deutschem Roten Kreuz etwa 200 Blutspender. Im Sommer gehe die Spendenbereitschaft zurück.

Ein Schild weist auf einen Blutspendedients hin.

Das Rote Kreuz ruft auch in Niedersachsen gesunde Menschen zum Spenden auf. Die Lage könnte sich in der Adventszeit verschärfen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 24.01.2026 | 08:00 Uhr