Malaika Mihambo beim ISTAF Indoors in Düsseldorf

Stand: 24.01.2026 21:06 Uhr

Eine gesundheitlich angeschlagene, aber auch zu fehlerhaft agierende Malaika Mihambo hat bei ihrem Jahresauftakt knapp den Sieg verpasst. Beim Istaf in Düsseldorf wurde die Weitspringerin Dritte. Die Sportschau gibt einen Überblick über die wichtigsten Disziplinen.


Sebastian Hochrainer

Weitsprung – Mihambo fehlen drei Zentimeter zum Sieg

Obwohl Malaika Mihambo mal wieder gezeigt hat, dass sie im letzten Sprung am stärksten ist, hat es bei ihrem ersten Wettkampf des Jahres nicht für Platz eins gereicht. Mit 6,56 Metern wurde die Vize-Weltmeisterin in Düsseldorf Dritte, mit nur drei Zentimetern mehr gewann die Rumänin Ramona Verman. Neben Mihambo waren drei weitere deutsche Weitspringerinnen am Start, Imke Daalmann, Libby Buder (beide 6,49 Meter) und Laura Raquel Müller (6,41) belegten die Plätze vier, fünf und acht.

Nach dem Wettkampf offenbarte Mihambo, dass sie wenige Tage zuvor noch von einer Erkältung geplagt wurde, trotzdem sei in Düsseldorf aber mehr möglich gewesen. „Dafür, dass ich Mitte der Woche noch das Bett gehütet habe, bin ich einigermaßen zufrieden. Wir hatten sogar vor, nur drei oder vier Sprünge zu machen, jetzt sind es doch sechs geworden, damit bin ich zufrieden. Technisch bin ich es aber nicht, da war viel mehr drin“, sagte Mihambo der Sportschau.

60 Meter – Favoritensiege von Azu und Smith

Hallen-Weltmeister Jeremiah Azu war auch in Düsseldorf nicht zu schlagen, der Brite gewann überlegen den Sprint über 60 Meter in 6,53 Sekunden. Einen Achtungserfolg feierte Yannick Wolf, der in 6,60 Sekunden Zweiter wurde und zuvor noch wegen einer Disqualifikation in der Quali in den Endlauf gerutscht war. Joshua Hartmann (6,62 Sekunden) belegte Rang vier, Lucas Ansah-Pepprah (6,67) wurde Fünfter.

Wie bei den Männern untermauerte die Favoritin auch bei den Frauen ihre Favoritenrolle, die Jamaikanerin Jonielle Smith gewann deutlich in 7.15 Sekunden. Sina Meyer, die bei der Freiluft-WM in Tokio im vergangenen Jahr Bronze gewonnen hatte, wurde in 7,35 Sekunden Vierte.

60 Meter Hürden Frauen – Britton zu schnell für DLV-Trio

Im vergangenen Jahr lieferten sich Rosina Schneider und Marlene Meier noch einen packenden Zweikampf um den Sieg, diesmal reichte es für die beiden Hürdensprinterinnen lediglich in 8,06 und 8,11 Sekunden für die Plätze drei und vier, dahinter wurde Franziska Schuster (8,14 Sekunden) Fünfte. Der Sieg ging an Evonne Alisa Britton aus Ghana, in 7,99 Sekunden knackte sie knapp die in der Halle wichtige Acht-Sekunden-Marke.

60 Meter Para-Sprint – Gelungener Floors-Ausflug

Erst eine Zeit hatte Johannes Floors in dieser Disziplin vorzuweisen, im Februar 2021 war der „Blade Runner“ mal über 60 Meter 7,26 Sekunden gelaufen. Der Grund: Wegen seiner beiden Prothesen braucht er eigentlich eine größere Distanz, da er erst am Ende so richtig ins Tempo kommt. Dennoch legte Floors einen guten Auftritt hin, in 7,40 Sekunden wurde er Dritter. Vor ihm waren mit Jonnie Peacock (7,15 Sekunden) und Sherman Guity (7,23 Sekunden) zwei Para-Topsprinter – die auch in einer Klasse für etwas weniger beeinträchtigte Athleten starten.