Fußballprofi Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund bejubelt einen Treffer bei Union Berlin

Stand: 24.01.2026 21:20 Uhr

In der Bundesliga hält Borussia Dortmund Kurs. Bei Union Berlin muss der BVB nicht glänzen, um einen Sieg einzufahren. Ein Elfmeter von Emre Can (10.), ein Kopfballtreffer von Nico Schlotterbeck (53.) nach einer Ecke und ein spätes Tor von Maximilian Beier (84.) bescheren Dortmund am 19. Spieltag der Fußball-Bundesliga einen 3:0 (1:0)-Sieg.

Effektive Dortmunder holten damit den dritten Bundesliga-Sieg in Folge und sind in der Liga seit Oktober ungeschlagen. „Wahrscheinlich macht das auch eine Top-Mannschaft wie Borussia Dortmund aus“, meinte Union-Verteidiger Leopold Querfeld am Sportschau-Mikrofon: „Es war ja nicht das erste Spiel, dass sie gewinnen, ohne dass sie mehr Spielanteile haben.“

Dortmunds 42 Punkte bedeuten nach Bayern Münchens überraschender 1:2-Niederlage gegen den FC Augsburg, dass die Westfalen den Rückstand auf acht Punkte verkürzt haben – und ganz große Optimisten vielleicht noch von einem Meisterduell träumen können. Union, das zuletzt mit späten Comeback-Toren Nehmerqualitäten gezeigt hatte, bleibt im Jahr 2026 auch im vierten Spiel sieglos, rangiert aber mit 24 Punkten im aktuell sicheren Niemandsland der Tabelle.

Guirassy fällt, Can verwandelt den Elfmeter

Nach der zumindest in Halbzeit eins desaströsen Vorstellung beim 0:2 in der Champions League bei Tottenham Hotspur nutzte Dortmund an der „Alten Försterei“ in Köpenick am Samstag gleich seine erste Möglichkeit. Serhou Guirassy setzte sich mit etwas Glück bei einem Solo durchs Zentrum durch.

Ein Abpraller aus einem Zweikampf sprang ihm Richtung Tor etwas davon, doch der BVB-Angreifer kam noch knapp vor Union-Schlussmann Frederik Rönnow an den Balll und fiel über den Keeper. Schiedsrichter Robert Hartmann entschied sofort auf Elfmeter und bekam auch aus der Videozentrale keinen Widerspruch. Can schnappt sich den Ball und wie zuletzt beim glücklichen 3:2 gegen St. Pauli versenkte er ihn eiskalt. 1:0.

Union insgesamt zu harmlos

Damit war der Kurs auch ohne Karim Adeyemi und Julian Brandt in der Startformation gesetzt. Der BVB konnte sich in der Folge auf die Defensive konzentrieren und zuschauen, wie sich offensiv sehr biedere Unioner daran abarbeiteten. Aus dem Spiel heraus brachte das Team von Trainer Steffen Baumgart in der ersten Halbzeit keinen Abschluss aufs Tor zustande.

Die beste Möglichkeit hatte Diogo Leite (28.), der nach einem Eckball von links am zweiten Pfosten am höchsten stieg, den Kopfball allerdings knapp drüber setzte.

Schlotterbeck sorgt schnell für Klarheit

Da die Gäste dann mit Schlotterbecks Kopfballtreffer zum 2:0 nach einer Ryerson-Ecke auch in Durchgang zwei früh trafen, kam keine Hektik mehr auf. Auch wenn Can einige Minuten alles dafür tat. Erst holte sich Dortmunds Kapitän nach einer Rangelei inklusive Schubser Gelb. Dann machte er aus zwei Fouls des Gegners zu viel Drama, sodass die Union-Fans eine Figur hatten, um Stimmung aufzubauen.

Auf das Spiel hatte das allerdings keinen Einfluss. Dortmund verteidigte seriös weiter und als Trainer Niko Kovac Can präventiv nach 69 Minuten austauschte, war es das letzte Mal, dass die Stimmung auf den Rängen etwas hoch kochte – auch weil Union offensiv so gar nichts reißen konnte.

Für die letzte Ruhe sorgte Beier mit dem 3:0, als er den Ball schön mit dem ersten Kontakt über halbrechts mit in den Strafraum nahm und mit einem trockenen Schuss ins lange Eck für den Endstand sorgte.

Union in Hoffenheim, Dortmund mit zwei Heimspielen

Borussia Dortmund kämpft zunächst am Mittwoch (28.01.2026, 21 Uhr) am letzten Gruppenspieltag der Champions League gegen Inter Mailand um eine gute Position für die K.o.-Phase und empfängt dann am Sonntagabend in der Bundesliga Schlusslicht 1. FC Heidenheim (17.30 Uhr).

Union hat nach dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund am 20. Spieltag den Tabellendritten auf dem Programm. Am Samstagnachmittag (15.30 Uhr) treten die „Eisernen“ bei 1899 Hoffenheim an.