Bundesministerin Dorothee Bär (CSU) sprach danach von einer „Liebeserklärung an Augsburg“. Sie nahm Bezug auf die Rede von Oberbürgermeisterin Eva Weber beim Neujahrsempfang der Partei. Teils emotional hatte Eva Weber geäußert, dass es mehr Mut und Zuversicht benötige: „Mich stört es, wenn Augsburg schlecht geredet wird“. Natürlich würden im politischen Leben Fehler gemacht. Es werde zu oft das Trennende gesucht: „Wir brauchen eine neue Fehlerkultur.“ Letztlich seien Fehler ein Teil des Erfolgs. Es gebe viele Gründe, warum sich Menschen in Augsburg wohlfühlen dürfen.

Mehr als 600 Gäste kommen zum Neujahrsempfang der CSU Augsburg

Die CSU stimmte beim Empfang vor mehr als 600 Gästen auf die Kommunalwahl ein, die am Sonntag, 8. März, stattfindet. Augsburgs CSU-Chef Volker Ullrich sprach von „zwei starken Frauen“, die mit ihren Reden begeistert hätten. Eva Weber regiert seit Mai 2020 im Rathaus. Ihr Vorgänger Kurt Gribl zählte am Samstagnachmittag ebenso zu den Gästen wie Altoberbürgermeister Peter Menacher (CSU). Die 48-Jährige tritt als Spitzenkandidatin bei der Wahl an. Die CSU stellt die meisten Stadträte. Wahlziel ist, dass Eva Weber nicht nur im Amt bestätigt wird, sondern auch künftig eine starke CSU die Geschicke Augsburgs mitbestimmt: „2026 wird das Jahr, in dem wir entscheiden, wie Augsburg in die Zukunft geht – sicher, stark und mit Herz.“ Eva Weber stehe für Klarheit, Haltung und Zuversicht.

Eva Weber geht auf die Poller-Diskussion ein

Am Samstag stand die CSU-Politikerin auf der Bühne im Kurhaus. Augsburg müsse keinen bundesweiten Vergleich scheuen. „Wir leben in einer sehr, sehr schönen Stadt“, wie aus Städtevergleichen herauszulesen ist. „Augsburg gehört zu den sichersten Städten in Deutschland“, sagte sie ferner. Statistiken der Polizei belegen dies. Weber sprach den Christkindlesmarkt an. Poller dienten als Schutz der Großveranstaltung, sie wurden händisch verschoben. Augsburg kam bundesweit in die Schlagzeilen. Die Diskussion habe sie geärgert, so die Oberbürgermeisterin: „Ich sage, man darf lieber über Augsburg lachen, als mit Augsburg trauern.“ Wie an anderen Stellen der Rede gab es Beifall vom Publikum.

Neujahrsempfang im Kurhaus, von links:  Eva Weber,  Dorothee Bär, Fraktionsvorsitzender Leo Dietz, Volker  Ullrich und Landtagsabgeordneter Andreas Jäckel.

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Neujahrsempfang im Kurhaus, von links: Eva Weber, Dorothee Bär, Fraktionsvorsitzender Leo Dietz, Volker Ullrich und Landtagsabgeordneter Andreas Jäckel.
Foto: Peter Fastl

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Neujahrsempfang im Kurhaus, von links: Eva Weber, Dorothee Bär, Fraktionsvorsitzender Leo Dietz, Volker Ullrich und Landtagsabgeordneter Andreas Jäckel.
Foto: Peter Fastl

Weber nahm Bezug auf das Staatstheater. Mit Blick auf Intendant Andre Bücker, der unter den Gästen war, meinte sie augenzwinkernd: „Im Kurhaus haben wir endlich ein Theater, das geöffnet hat.“ Es folgten ernste Worte. Theatersanierungen seien überall komplex, auch andere Städte erlebten Verzögerungen und Kostensteigerungen. Sie übernehme für einzelne Entscheidungen die politische Verantwortung: „Um Schaden von der Stadt abzuwenden, musste ich dem Architektenbüro kündigen.“ Sie sei sicher, mit dem neuen Büro einen sehr guten Griff gemacht zu haben: „Das Staatstheater ist stabilisiert.“

Eva Weber verzichtete darauf, sämtliche Punkte aus dem Wahlprogramm aufzulisten. Ein wichtiger Punkt sei, dass in sechs Jahren 323 Millionen Euro in Schulen und Bildung investiert wurden. Das habe es zuvor nie gegeben. Wichtig sei, den sozialen Wohnungsbau weiter voranzutreiben: „Bis zum Jahr 2030 sind 400 neue Wohnungen vorgesehen.“

Bundesministerin Dorothee Bär setzt auf das Universitätsklinikum

Bundesministerin Dorothee Bär, die für Forschung, Technologie und Raumfahrt zuständig ist, hob die besondere Stellung der Stadt Augsburg hervor. Das Universitätsklinikum sei ein wichtiger Baustein, um speziell die Gesundheitsforschung voranzubringen. Auch wenn sie nicht Details kenne, so die CSU-Politikerin, sei Augsburg „mit seinem Theater auf dem richtigen Weg“. Kultur sei wichtig für den Zusammenhalt einer Gesellschaft.

FCA-Sieg in München sorgt für Begeisterungsstürme

Etwas mehr als eineinhalb Stunden dauerte der offizielle Teil der Veranstaltung, es folgte ein gemütliches Beisammensein. An diesem Tag sollte für Augsburg vieles passen. Der 2:1-Sieg des FCA bei Bayern München machte schnell die Runde und sorgte für Begeisterungsstürme. Eva Weber hatte eigens eine Durchsage gemacht, damit es alle Anwesenden mitbekamen.

  • Michael Hörmann

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  • Augsburg

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  • Eva Weber

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