Kurzfassung des Artikels:
- Holstein Kiel verspielte in Bielefeld vor 24.886 Zuschauern eine 2:0-Halbzeitführung und trennte sich am 19. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga 2:2 von Arminia Bielefeld.
- Eine Gelb-Rote Karte für Kiel-Spieler Ivan Nekic in der 68. Minute leitete die Wende für Bielefeld ein.
- Der Ausgleich für Arminia Bielefeld fiel in der 87. Minute durch Noah Sarenren Bazee.
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Es hätte ein historischer Erfolg werden können, doch daraus wurde nichts. Holstein Kiel verpasste es, erstmals in seiner Vereinsgeschichte bei Arminia Bielefeld zu gewinnen. Die „Störche“ verspielten vor 24.886 Zuschauern in der Schüco-Arena einen 2:0-Pausenvorsprung und kamen am 19. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga schlussendlich nur zu einem 2:2. Als „Game-Changer“ erwies sich eine Gelb-Rote Karte für Ivan Nekic in der 68. Minute.
Vor den restlichen Partien an diesem Wochenende bleibt Holstein, das nun seit sechs Pflichtspielen ungeschlagen ist, auf dem zehnten Tabellenplatz. Für die Kieler geht es am Samstag, 31. Januar, mit dem Heimspiel gegen das derzeitige Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth weiter (Anstoß 13 Uhr).
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Trainer Rapp vertraut der siegreichen Anfangself gegen Paderborn
Bei den „Störchen“ hieß es: „Never change a winning team“. Trainer Marcel Rapp vertraute derselben Anfangself wie beim 2:0 knapp eine Woche zuvor gegen Paderborn. Magnus Knudsen fand im 20er-Aufgebot erneut keine Berücksichtigung, auch Marcus Müller fehlte dort. Für den Ex-Osnabrücker rückte Andu Kelati in den Kader.
Bielefelds Leon Schneider trifft ins eigene Tor
Zwar setzten beide Teams von Beginn an auf ein offenes Visier, wirklich ereignisreich wurde es aber erst nach gut einer halben Stunde. Für den ersten Treffer musste allerdings ein klassisches Missgeschick herhalten. Nach einem Zuspiel von Jonas Therkelsen auf Phil Harres beförderte Arminias Leon Schneider dessen flache Hereingabe zum 0:1 ins eigene Netz (34.).
Ivan Nekic erhöht für Holstein Kiel auf 2:0
Die Kieler hätten sieben Minuten später beinahe nachgelegt, doch ein abgefälschter Niehoff-Schlenzer strich um Zentimeter am Pfosten vorbei (41.). Nur wenige Augenblicke später fand ein Harres-Treffer wegen einer Abseitsposition keine Anerkennung (42.), das zweite KSV-Tor durften die rund 1100 mitgereisten Gästeanhänger aber noch vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichter Lars Erbst bejubeln: Nach einem Eckstoß von Niklas Niehoff köpfte Ivan Nekic mustergültig zum 0:2-Halbzeitstand ein (45.+2).
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Die Bielefelder wurden von ihren vor wenigen Monaten noch restlos begeisterten Zuschauern mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet. „Die sind ja völlig konzeptlos“, ereiferte sich ein aufgebrachter Fan.
Monju Momuluh (Arminia Bielefeld, links) kommt hier zwar von Marko Ivezic (Holstein Kiel) zum Schuss, beschwört damit aber keine Gefahr herauf.
Foto: imago/Noah Wedel
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Die Platzherren kehrten druckvoll auf den Platz zurück, nun sorgte das offene Visier auch gleich für die eine oder andere Strafraumaktion. Die Ostwestfalen entwickelten dabei ebenso wenig Abschlussglück wie Gästeangreifer Harres, der den Ball bei einem Gegenangriff über den Platz trieb, aus rund 16 Metern selbst abschloss und mit seinem abgefälschten Versuch die Kiste von DSC-Keeper Jonas Kersken ähnlich haarscharf verfehlte (50.) wie sein Teamkollege Niehoff vor der Pause.
Joel Grodowski verwandelt Elfmeter für Bielefeld
Bielefeld rannte lange Zeit vergeblich an, ins Spiel kehrte die Elf von Trainer Mitch Kniat aber erst dank eines ungestümen Einsatzes von Nekic im Holstein-Strafraum gegen den kurz zuvor eingewechselten Marius Wörl zurück. Referee Erbst, der unmittelbar vorher ein Foulspiel an Adrian Kapralik nicht geahndet hatte, zeigte auf den Punkt. Joel Grodowski ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte den Strafstoß zum 1:2 – der achte Saisontreffer des Arminen-Goalgetters (70.).
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Nun waren die Ostwestfalen erst recht beseelt, auf die dezimierten Kieler kam noch mehr Defensivarbeit zu. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Gästetor zu. Dabei hatten die „Störche“ Glück, als ein Schuss von Wörl an die Latte klatschte (73.) und Erbst nach einem Zweikampf zwischen Lasse Rosenboom und Grodowski auf Schwalbe des Bielefelders und nicht erneut auf Strafstoß entschied (77.).
In der 87. Minute kam es, wie es kommen musste: Arminia-Joker Noah Sarenren Bazee stieg hoch und köpfte zum hochverdienten 2:2-Ausgleich für den Neuling ein. Für Holstein war das Remis angesichts der zweiten Halbzeit ohne Wenn und Aber ein klarer Punktgewinn.
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DSC Arminia Bielefeld – Holstein Kiel 2:2 (0:2)größer alsGrößer als Zeichen
Arminia Bielefeld: Kersken – Schneider (46. Lannert), Bauer, Felix (17. Großer) – Momuluh, Russo, Corboz, Sicker – Grodowski (86. Sarenren Bazee), Rochelt (64. Wörl) – Telalovic (64. Uldrikis)
Holstein Kiel: Krumrey – Nekic, Zec, Ivezic (66. Komenda), Tolkin – Meffert – Niehoff, Skrzybski (66. Kapralik), Tohumcu (58. Davidsen), Therkelsen (74. Rosenboom) – Harres (74. Schwab)
SR: Erbst (Gerlingen) – Zuschauer: 24.886 – Tore: 0:1 Schneider (34., ET), 0:2 Nekic (45.+2), 1:2 Grodowski (70., FE), 2:2 Sarenren Bazee (87.) – Gelb-Rote Karte: Nekic (Kiel/68., wdh. Foulspiel)