Stand: 24.01.2026 15:28 Uhr
Für den Maschsee in Hannover, das Zwischenahner Meer (Landkreis Ammerland) oder den Dümmer (Landkreis Diepholz) gilt beim Betreten der Eisflächen Lebensgefahr. In Neermoor hat der Winterspaß hingegen bereits begonnen.

In Neermoor im Landkreis Leer ist auf dem Eis schon eine Menge los.
Vielerorts in Niedersachsen hoffen Schlittschuhläufer darauf, dass vereiste Flächen freigegeben werden. Auch für die kommenden Tage wurde Frost vorhergesagt. Während fast überall noch vor dem Betreten der Eisflächen gewarnt wird, herrscht seit Samstag auf der Eisbahn des Sportvereins Concordia Neermoor im Landkreis Leer bereits Hochbetrieb. Die Fläche kann in diesem Jahr nach der Überflutung des vereinseigenen Geländes zum Schlittschuhlaufen genutzt werden. „Wir haben zwar nicht mehr so viel Eis wie früher, aber die Tage, wo wir es haben, wird es immer sehr gut angenommen“, sagt Holger Penning vom SV Concordia Neermoor. Der Verein hofft nun, dass sich das winterliche Wetter noch hält. Für Sonntag sei ein kleines Hobby-Eishockeyturnier geplant. Am Montag werden bei entsprechenden Bedingungen auch Schulklassen erwartet.
Hoffen im Wangerland
In Braunschweig ist der Kreuzteich in Riddagshausen freigegeben – der See war dafür auf einen halben Meter abgelassen worden. Der Bauhof der Gemeinde Wangerland (Landkreis Friesland) hat eine Eisfläche am Wangermeer mit einem Bagger bearbeitet, wie die Feuerwehr Hohenkirchen auf Facebook mitteilte. Im Anschluss pumpte die Feuerwehr am Donnerstag Wasser in die 15 mal 40 Meter große Grube und teilte mit: „Jetzt heißt es warten und hoffen, dass es frostig bleibt.“
Eisschicht auf Maschsee müsste 13 Zentimeter dick sein
Die Stadtverwaltung in Hannover hingegen warnt davor, zugefrorene Gewässer zu betreten – auch den Maschsee. Dieser werde erst bei einer durchgehenden Stärke der tragfähigen Eisschicht von mindestens 13 Zentimetern freigegeben. Dann wäre die rot-weiße Stadtflagge mit Stadtwappen am Nord- und Südufer gehisst.

Das Eis auf dem Maschsee ist noch nicht dick genug, um Menschen sicher zu tragen.
Eine Sprecherin der Stadt wollte am Freitag keine Prognose dazu abgeben, ob das Betreten des Maschsees in diesem Winter noch möglich sein wird. Sie verweist aber darauf, dass es im schlimmsten Fall nicht nur um die eigene Lebensgefahr gehe. Auch die Retter würden sich im Ernstfall in Lebensgefahr begeben. Deshalb sollten sowohl Eltern von Kindern als auch beispielsweise Hundehalter aufpassen, dass ihre Kleinen nicht auf das Eis laufen.

Minus-Grade und zugefrorene Gewässer locken Menschen vielerorts aufs Eis. Doch das ist meist viel zu dünn. Es besteht Lebensgefahr.
DLRG warnt vor Betreten des Zwischenahner Meers
In Oldenburg gibt es nach Angaben der Stadt keine Flächen, die explizit zum Eislaufen freigegeben wurden. Es hätte sich nach wie vor noch keine tragfähigen Eisflächen gebildet, so die Stadt. Auch die DLRG Bad Zwischenahn warnt davor, das Zwischenahner Meer zu betreten. Zwar sei es an einigen Stellen zugefroren, die Eisdecke aber nicht tragfähig. „Bitte betretet keine Eisflächen, weder auf dem Zwischenahner Meer noch auf anderen Gewässern“, heißt es von der DLRG auf Facebook. Die DümmerWeserLand-Touristik weist auf ihrer Internetseite darauf hin, dass bei lang anhaltendem Dauerfrost ein vorsichtiges Betreten des Dümmers möglich sei. Das Betreten der Eisflächen werde jedoch grundsätzlich nicht offiziell freigegeben und erfolge stets auf eigene Gefahr.
Göttingen: Eis auf Kiessee wird täglich gemessen
Die Eisdecke auf dem Göttinger Kiessee sei noch nicht dick genug, um betreten zu werden, teilte die Göttinger Sport und Freizeit GmbH mit. Die Eisschicht werde täglich kontrolliert. Solange aber am Ufer eine rote Fahne wehe, sei das Eis nicht tragfähig. Erst ab einer Dicke von mindestens zehn Zentimetern sei ein Betreten möglich. Eine Messung ergab den Angaben zufolge 6,5 Zentimeter auf der Westseite des Sees, auf der Ostseite am Bootshaus sogar nur 4 Zentimeter. Also werde auch an diesem Wochenende die rote Fahne wehen.

Vor allem der Westen ist betroffen. Inzwischen hat sich die Lage teils entspannt. Vorbei ist die Gefahr jedoch noch nicht.

Die Eisfläche sei noch lange nicht dick genug. Es bestehe Lebensgefahr, hieß es. Auch die Stadt Osnabrück warnt.
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