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ER IST ZURÜCK! Genau 400 Tage nach seinem Achillessehnenriss und dem letzten Einsatz für RB Leipzig (beim 1:5 in München am 20. Dezember 2024) feiert Benjamin Henrichs (28) beim 3:0 in Heidenheim sein Comeback.

Es ist 17.16 Uhr, die 89. Minute läuft. Nach einem Foul an Andrija Maksimovic (18) wird das Spiel unterbrochen und Trainer Ole Werner (37) wechselt den Rechtsverteidiger ein. Am Spielfeldrand erhebt sich die komplette Leipzig-Bank und applaudiert. Auf den Rängen rufen die RB-Fans seinen Namen.

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Henrichs auf BILD-Nachfrage: „Einer der emotionalsten Momente meiner Karriere. Als mich der Athletiktrainer zur Einwechslung gerufen hat, habe ich noch einmal alles Revue passieren lassen. Ich habe echt viel Scheiße durchgemacht, zwei OPs, viele Komplikationen. Jetzt bin ich unfassbar dankbar, dass ich wieder auf dem Platz stehen kann. Man hat gesehen, wie erleichtert ich war.“

Vor allem nach Abpfiff! 230 Sekunden und 7 Ballbesitzphasen nach seiner Einwechslung sackt der DFB-Star (19 Länderspiele) auf dem Rasen zusammen und bricht in Tränen aus. Nach einem Moment für sich, ist es Torwart Peter Gulacsi (35), der ihn als Erster in den Arm nimmt.

Er ist wieder da! In Heidenheim feiert der Nationalspieler nach 400 Tagen Pause sein Comeback

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Foto: picture alliance/dpa

„Ich hatte letzte Woche in Leipzig schon einen krassen Empfang, der mir sehr nahegegangen ist. Dass ich jetzt in Heidenheim Tränen bekomme, damit habe ich nicht gerechnet. Aber in so einem Moment ist es einfach ein Überschuss an Emotionen, die man einfach nicht so kontrollieren kann“, sagte der Rückkehrer Minuten später weiterhin sichtlich gerührt.

Henrichs macht Leipzig stärker

Bemerkenswert: Selbst Ridle Baku (27), Henrichs vermeintlich größter Konkurrent bei RB Leipzig auf der rechten Abwehrseite, wirkte überglücklich und strahlte, als er für seinen Mitspieler ausgewechselt wurde.

Stunde Null: Am 20. Dezember 2024 riss sich Benjamin Henrichs in München die Achillessehne

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Foto: picture alliance / PICTURE POINT

Der Torschütze zum 1:0: „Benny ist ein Supertyp und wichtig für die Kabine. Ich freue mich einfach, dass er nach so einer langen Leidenszeit wieder auf dem Platz stehen kann.“

Sieht auch Trainer Werner so! Er betont: „Wir sind froh, dass Benny wieder zur Verfügung steht – sowohl als Charakter mit seiner Art und Erfahrung in der Kabine, als auch auf dem Platz. Auch wenn er vielleicht noch ein bisschen Zeit braucht, macht er uns stärker.“