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Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev attackiert UEFA-Schiedsrichter nach dem 3:2-Sieg von Qarabag gegen Eintracht Frankfurt in der Champions League.

Frankfurt – Nach dem dramatischen 3:2-Sieg von Qarabag Agdam gegen Eintracht Frankfurt hat sich Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev mit scharfer Kritik am Schiedsrichterteam zu Wort gemeldet. Das Staatsoberhaupt warf dem Schweizer Referee Sandro Schärer und der UEFA parteiische Entscheidungen vor. Und das trotz des Erfolges.

Ilham Aliyev, hier links im Bild, mit Recep Tayyip Erdogan (mitte) und Pakistans Shehbaz Sharif.Ilham Aliyev, hier links im Bild, mit Recep Tayyip Erdogan (mitte) und Pakistans Shehbaz Sharif. © IMAGO/Turkish Presidency / Murat Kula / Handout

„Es ist nicht das erste Mal, dass von der UEFA ernannte Schiedsrichter versucht haben, Qarabags Sieg durch unfaire und parteiische Entscheidungen zu verhindern“, schrieb Aliyev auf Instagram. Der 63-jährige Präsident mischte sich damit direkt in die sportlichen Geschehnisse ein – ein ungewöhnlicher Vorgang im internationalen Fußball.

Elfmeter-Szene als Knackpunkt für Aserbaidschan-Präsident

Seine Kritik bezieht sich vermutlich auf die umstrittenen Szenen in der 75. Spielminute. Qarabag forderte nach einem Einsatz von Frankfurts Verteidiger Robin Koch einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Schärer winkte ab. Nur eine Minute später zeigte er nach einem Check an Ansgar Knauff auf der anderen Seite auf den Punkt.

Trotz der umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen konnte Qarabag die Champions-League-Partie für sich entscheiden. Für Eintracht Frankfurt bedeutete die Niederlage das bittere Aus nach der Ligaphase. Die Hessen verpassten damit die Qualifikation für die Playoffs der Königsklasse. Das Ende einer blamablen Champions-League-Saison.

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Qarabag steht nun auf Platz 18 der Tabelle und kämpft weiter um die Teilnahme an den Playoffs. Aliyevs öffentliche Schiedsrichter-Schelte dürfte bei der UEFA für Unmut sorgen. Dass sich ein Staatspräsident derart direkt in Referee-Entscheidungen einmischt, ist im europäischen Fußball unüblich. Die Kritik zeigt aber auch, welche Bedeutung der internationale Fußball-Erfolg für das autoritär regierte Aserbaidschan hat. (tb)