Am nördlichen Ende der Berliner „Europacity“ entstehen mit „Upbeat Berlin“ und „Port One“ zwei großmaßstäbliche Neubauten, die künftig das architektonische Eingangstor des Quartiers bilden werden. Beide Projekte setzen auf klare Formen, Vertikalität und großflächige Glasfassaden.
Berlin-Moabit: Klare Kubaturen, transparente Fassaden und moderne Bürowelten prägen das Projekt „Port One“ am Nordhafen. / © Visualisierung: M-Port Optima Center GmbH
© Titelbild: ENTWICKLUNGSSTADT
Am nördlichen Ende der Berliner Europacity, dort wo der Nordhafen den Übergang nach Moabit markiert, entsteht derzeit ein markantes architektonisches Doppel: Mit den Projekten „Upbeat Berlin“ und „Port One“ formen zwei großvolumige Neubauten das künftige nördliche Eingangstor des Quartiers.
Auffällig ist dabei ihre gestalterische Nähe. Beide Ensembles setzen auf klare, moderne Kubaturen, vertikale Betonung und einen hohen Glasanteil in den Fassaden und erzeugen so ein geschlossenes, fast campusartiges Stadtbild.
Nordhafen in Berlin-Moabit: Zwei Hochpunkte als städtebauliche Klammer
Sowohl „Upbeat Berlin“ als auch „Port One“ besetzen exponierte Grundstücke entlang der Heidestraße und am Nordhafen. Ihre Höhe und die betonte Vertikalität machen sie schon aus der Ferne zu Orientierungspunkten. In der Logik der Europacity, die bislang stark von Blockrandstrukturen und mittleren Gebäudehöhen geprägt ist, markieren sie einen bewussten Übergang: vom inneren Quartier zur offenen Wasserlage.
Beide Projekte arbeiten mit einer architektonischen Sprache, die auf Präzision und Transparenz setzt. Großformatige Glasflächen, streng gegliederte Fassadenraster und klar ablesbare Baukörper verleihen den Gebäuden einen technischen, fast industriellen Ausdruck; durchaus passend zur Geschichte des Standorts zwischen Hafen, Bahntrassen und Logistikflächen.
„Upbeat Berlin“: Gläserne Fassade für neues Hochhaus-Ensemble am Nordhafen
Das Projekt „Upbeat Berlin“, entwickelt von CA Immo, entsteht direkt am Nordhafen und ist als Bürogebäude mit hoher gestalterischer Präsenz konzipiert. Charakteristisch ist die nahezu vollständig verglaste Fassade, die dem Baukörper Leichtigkeit verleihen und zugleich den Bezug zum Wasser betonen soll. Vertikale Fassadenelemente strukturieren die Außenhaut und verstärken die Hochhauswirkung des Gebäudes.
In der architektonischen Haltung folgt das Gebäude einem klaren Prinzip: Funktionalität trifft auf formale Zurückhaltung. Die Transparenz der Fassade soll dabei für Offenheit und zeitgemäße Arbeitswelten stehen, während die regelmäßige Gliederung Ordnung und Maßstäblichkeit vermitteln will. Als Solitär am Wasser übernimmt „Upbeat Berlin“ eine Scharnierfunktion zwischen der dichten Europacity und der Weite des Nordhafens.
Wo die Europacity in Richtung Moabit ausläuft, entstehen derzeit zwei markante Neubauten mit ähnlicher architektonischer Sprache. „Upbeat Berlin“ (Foto) und „Port One“ setzen auf Höhe, Glas und präzise Fassadenstrukturen. / © Foto: ENTWICKLUNGSSTADT
Neubauprojekt „Port One“: Campusstruktur mit Glas und Gärten
Nur wenige Meter entfernt entwickelt die Optima-Gruppe mit „Port One“ einen Hochhauscampus, der neben Büroflächen auch eine Kita sowie begrünte Dachflächen integriert. Auch hier prägt Glas das Erscheinungsbild: Die Fassaden zeigen sich transparent, geometrisch und konsequent modern. Mehrere Baukörper bilden ein zusammenhängendes Ensemble, das trotz seiner Größe eine gewisse Leichtigkeit ausstrahlen möchte.
Besonderes Augenmerk liegt bei „Port One“ auf den Außenräumen. Dachgärten und Terrassen sollen nicht nur Aufenthaltsqualität für Nutzerinnen und Nutzer bieten, sondern auch das Thema nachhaltige Stadtentwicklung sichtbar machen.
Die Kombination aus Höhe, Begrünung und Glasfassade spiegelt das Selbstverständnis eines neuen Büroquartiers wider, das Arbeit, Betreuung und Freiraum miteinander verknüpft. Entwickelt wurde das Gebäude vom Büro Nöfer Architekten.
Hochpunkte für das nördliche Tor der Berliner „Europacity“: Moderne Architektur als Identität des Quartiers
In ihrer Ähnlichkeit wirken „Upbeat Berlin“ und „Port One“ wie ein bewusst gesetztes architektonisches Paar. Beide Hochpunkte rahmen den nördlichen Zugang zur Europacity und definieren ihn visuell neu.
Wo früher Infrastruktur und Brachen dominierten, entsteht nun ein städtebaulich lesbares Tor, geprägt von moderner, international anmutender Architektur. Das Projekt „Upbeat“ ist bereits deutlich weiter und steht kurz vor dem Abschluss, während das Bauprojekt „Port One“ gerade in den ersten Etagen des Hochbaus steckt.
Die klaren Formen, die markante Vertikalität und die gläsernen Fassaden beider Gewerbeprojekte verleihen dem Ort ein einheitliches Gesicht. Das nördliche Ende der „Europacity“ wird damit nicht nur funktional erschlossen, sondern auch gestalterisch aufgeladen, als Schauseite eines Stadtteils, der sich zunehmend als moderner Arbeits- und Lebensraum versteht, dem aber bislang auch die architektonischen Highlights fehlen.
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Quellen: CA Immo, M-Port Optima Center GmbH, Deutsches Architektur Forum, Nöfer Architekten




