
Feiertag für die mitteldeutschen Teams in der Handball-Bundesliga der Frauen. Während die Wildcats gegen FA Göppingen auf fulminante Art und Weise zwei Zähler und somit den dritten Saisonsieg einfuhren, erkämpfte Sachsen Zwickau gegen TuS Metzingen einen Punkt.
Halle-Neustadt gewinnt Krimi gegen Göppingen
Der SV Union Halle-Neustadt hat sich nach einer spektakulären Aufholjagd zwei weitere Punkte gesichert. Gegen Frisch Auf Göppingen konnten die Wildcats einen Fünf-Tore-Rückstand in letzter Sekunde noch in einen 25:24 (10:12)-Sieg ummünzen.
Zunächst hatten sich beide Teams vom Start weg neutralisiert – nach zehn Minuten stand ein 4:4 zu Buche. Daraufhin wurden die Gäste aus Baden-Württemberg zunehmend stärker und konnten sich bis zur Pause auf zwei Treffer in Front werfen. Bei den Wildcats mangelte es derweil im Angriff an der letzten Präzision.
Die Wildcats hatten nach dem Spiel einigen Grund zum Jubeln. (Archivbild)
Nach Wiederbeginn ergab sich vorerst ein ähnliches Bild. Göppingen lag stets mit zwei bis drei Treffern vorn, konnte das Tempo dann sogar noch weiter anziehen und warf sich so in Minute 45 – vermeintlich vorentscheidend – auf 20:15 in Führung. Doch die Wildcats rauften sich nochmal zusammen und schafften es, binnen vier Minuten den Anschluss wiederherzustellen (19:20/49.). Damit allerdings nicht genug, denn das Team von Trainerin Ines Seidler witterte nun Morgenluft. So entwickelte sich in den letzten Spielminuten ein wahrer Krimi, in dem Torhüterin Ela Szott mehrfach über sich hinauswuchs. Letztlich war es Mitspielerin Lea Gruber, die Sekunden vor Schluss den Ball im Mittelfeld eroberte und diesen anschließend gedankenschnell zum 25:24 ins leere Göppinger Tor einschweißte.
Zwickau holt verdienten Punkt gegen Metzingen
Der BSV Sachsen Zwickau hat sich nach einer starken zweiten Halbzeit ein 32:32 (12:16)-Unentschieden gegen die TuS Metzingen erkämpft.
Nach einem durchwachsenen ersten Durchgang, in dem die Gäste ihre Chancen konsequenter ausspielten und immer wieder Lücken in der Zwickauer Abwehr fanden, ging der BSV mit einem verdienten Vier-Tore-Rückstand in die Pause. Offensiv tat sich Zwickau hingegen lange schwer und musste für jeden Punkt viel investieren.
BSV-Trainer Norman Rentsch ist mit seinem Team weiter auf Kurs Klassenerhalt. (Archivbild)
Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Gastgeberinnen jedoch deutlich verbessert: Mit mehr Tempo, Aggressivität und einer nun besseren Abschlussquote kämpfte sich der BSV Tor um Tor heran. Bis zur 36. Minute war das Spiel wieder ausgeglichen (18:18.). In einer hochspannenden Schlussphase konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Nachdem Metzingen in Person von Naina Klein kurz vor Schluss erneut vorgelegt hatte, behielt Zwickau die Nerven. Silje Brons Petersen setzte sich im Eins-gegen-Eins durch und erzielte 16 Sekunden vor dem Ende den viel umjubelten Ausgleich. Mit elf Treffern war sie zudem beste Akteurin auf dem Feld.
SpiO