Noch ist Roland Wegner ein Einzelkämpfer für die V-Partei³ im Stadtrat. Das soll sich nach der Wahl ändern. Angestrebt werden weitere Sitze im Gremium. Die Partei setzt nach eigenen Angaben auf eine schlagkräftige Truppe mit dem höchsten Frauenanteil auf der Liste. 13 wesentliche Punkte führt die V-Partei³ in ihrem Kommunalwahlprogramm auf. Als wichtigster Punkt wird der Umweltschutz eingestuft. Er sei „Kern einer verantwortungsvollen Stadtpolitik“, heißt es.

OB-Kandidat Wegner: „Mitunter muss man auch mal provozieren“

Am Samstag stellten die Vertreter der V-Partei³ ihr Programm vor. Ungewöhnlich war die Form. Um sich ins Gespräch bei den Bürgern zu bringen, traten viele Kandidaten an einem Infostand auf. Wortführer bleibt Roland Wegner, der sich auch während seiner Stadtratstätigkeit zu vielen Themen äußert. „Mitunter muss man auch mal provozieren“, sagt der OB-Kandidat. Für ihn ist klar: „Die jetzige Stadtregierung hat Augsburg nicht verdient.“ Unter CSU und Grünen habe die politische Glaubwürdigkeit auf kommunaler Ebene spürbar gelitten, heißt es in der Präambel des Wahlprogramms.

V-Partei³ steht für Veränderung, Vielfalt und Vegan. Augsburg müsse bei Klimaschutz, Artenschutz und Lebensqualität vorangehen. Die Stadt dürfe nicht weiter Grünflächen opfern, „um kurzfristig vermeintlichen Wohn- und Wirtschaftsbedarf zu befriedigen“, so Wegner. Darum sei wichtig, den Naturpark am Universitätsklinikum zu erhalten: „Gerade in Zeiten des Klimawandels sind solche innerstädtischen Grünräume unverzichtbar.“

V-Partei³ fordert Schließung des Schlachthofs in Augsburg

Dem Tierschutz fühlt sich die V-Partei³ seit ihrer Gründung verpflichtet. Haus- und Wildtiere müssten konsequent geschützt werden. Gefordert wird die Schließung des Schlachthofs in Augsburg. Tiernummern in Zirkussen sollten ferner untersagt werden. Verboten gehöre zudem die Silvesterböllerei. Die V-Partei³ bezieht eine klare Haltung für eine vollständig tierversuchsfreie Forschung an der Universität Augsburg.

Weitere Punkte im Wahlprogramm sind Mobilität und Kultur. Ziel sei es, einen kostenlosen Nahverkehr anzubieten. Die Einführung müsse schrittweise erfolgen. Das Angebot müsse aber auch attraktiv bleiben: „Ein kostenloser, aber unzuverlässiger ÖPNV bringt keine Verkehrswende.“ Die V-Partei³ setzt sich für vielfältige, lebendige und zugängliche Kultur ein. Augsburg benötige eine stabile, finanzielle Kulturförderung, die nicht nur auf einzelne Großprojekte ausgerichtet sei. Die Entwicklung beim Staatstheater werde mit großer Sorge gesehen. „Der nächste Akt des Dramas findet vor Gericht statt“, so Wegner.

  • Michael Hörmann

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  • Roland Wegner

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