Aachener Reisende betroffen

Massiver Streik in Belgien: Züge stehen mehrere Tage still

25.01.2026 – 11:21 UhrLesedauer: 2 Min.

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Leere Gleise in Belgien (Archivbild): Ein Streik legt die kommenden Tage die öffentlichen Verkehrsmittel in Belgien lahm. (Quelle: IMAGO/Werner LEROOY)

Zug- und Busstreiks in Belgien treffen auch Reisende aus Aachen. Fernzüge fallen aus, Pendler müssen umplanen. Ende Januar droht ein landesweiter Stillstand.

Bahn- und Busreisende nach und innerhalb Belgiens müssen sich ab Sonntag (25. Januar) auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Gewerkschaften haben im öffentlichen Verkehr zu mehrtägigen Streiks aufgerufen. Betroffen sind auch grenzüberschreitende Verbindungen aus Nordrhein-Westfalen, darunter zentrale Fernverkehrsachsen über Aachen und Köln.

Nach Angaben der belgischen Bahn SNCB beginnt der Streik am Sonntag um 22 Uhr. Der Streik soll bis Freitag (30. Januar) um 22 Uhr andauern. Parallel haben sich die Busfahrer des wallonischen Verkehrsunternehmens „Transport En Commun“ (TEC) angeschlossen. Besonders stark betroffen ist der Süden Belgiens.

Die Erfahrung früherer Arbeitskämpfe zeigt, dass Züge oft bereits vor dem offiziellen Beginn ausfallen und auch nach dem Ende nur eingeschränkt verkehren. SNCB und TEC informieren auf ihren Internetseiten auch auf Deutsch über Ausfälle, Ersatzangebote und verbleibende Verbindungen.

Die Streiks wirken sich unmittelbar auf den Bahnverkehr in Deutschland aus. Nach Angaben der Deutschen Bahn fallen im Fernverkehr mehrere internationale Verbindungen aus oder verkehren nur eingeschränkt. Dazu zählen die ICE-Züge auf der Strecke Brüssel – Köln – Frankfurt am Main. Damit sind auch Reisende betroffen, die von Köln aus nach Belgien fahren oder aus Belgien zurückkehren wollen.

Ebenfalls eingeschränkt sind Nachtzugverbindungen (NJ) zwischen Brüssel und deutschen Städten. Die Züge verkehren über Aachen und binden unter anderem Mannheim, Hannover Messe/Laatzen, Halle (Saale) und Berlin an. Reisende mit Fahrten in diesem Zeitraum sollten ihre Verbindung vor Abfahrt prüfen.

Die Deutsche Bahn empfiehlt, sich kurz vor Reiseantritt über den aktuellen Stand zu informieren. Änderungen könnten kurzfristig erfolgen.

Am Freitag, 30. Januar, weiten die Gewerkschaften die Arbeitsniederlegungen aus. Für diesen Tag ist ein landesweiter Generalstreik im öffentlichen Dienst angekündigt. Busse und Bahnen sollen dann landesweit stillstehen. Zudem sind Demonstrationen in Brüssel und Antwerpen geplant.

Autofahrer müssen an diesem Tag mit zusätzlichen Behinderungen rechnen. Da viele Pendler auf private Verkehrsmittel ausweichen, dürfte das Verkehrsaufkommen in Innenstädten und auf Zufahrtsstraßen deutlich steigen.

Bei früheren Generalstreiks hatten Fluggesellschaften Abflüge ab Brüssel gestrichen, wenn sich Sicherheits- oder Abfertigungspersonal beteiligt hatte. Aktuell liegen dazu noch keine Ankündigungen vor. Reisende sollten jedoch beachten, dass der öffentliche Nahverkehr zum und vom Flughafen vom Streik betroffen sein kann.

Wer in den kommenden Tagen Bahn- oder Busreisen nach Belgien plant oder auf grenzüberschreitende Verbindungen angewiesen ist, sollte mehr Zeit einplanen und Alternativen prüfen. Besonders für Pendler aus dem Raum Aachen mit regelmäßigen Fahrten nach Belgien dürfte der Streik spürbare Auswirkungen haben.