Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Kreml über EU-Beauftragte: Werden niemals mit ihr reden

Von J. Fischer, S. Cleven, C. Cöln, M. Küper, N. Breuer, F. Michalski, J. Hartung, A. Janzen, J. Seiferth, P. Scholten, T. Wanhoff

Aktualisiert am 25.01.2026 – 13:04 UhrLesedauer: 54 Min.

Dmitrij Peskow (Archivbild): Der Kremlsprecher wollte keine Beweise für den angeblichen Angriff auf die Residenz Putins präsentieren.Vergrößern des Bildes

Dmitrij Peskow (Archivbild): Der Kremlsprecher zeigt seine Abneigung gegen die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas. (Quelle: IMAGO/Alexander Kazakov/imago-images-bilder)

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas genießt im Kreml keine Beliebtheit. Rund 1.700 Häuser sind in Kiew weiter ohne Heizung. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Das russische Präsidialamt lehnt jegliche Gespräche mit der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ab. „Wir werden niemals mit ihr etwas besprechen, und die Amerikaner auch nicht, das ist doch klar“, sagt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow im russischen Staatsfernsehen. Man werde einfach abwarten, bis Kallas ihr Amt verlasse. Die Estin hat Russland vorgeworfen, keine Zugeständnisse in der Frage zu machen, wie man den Krieg beenden könne. Russland habe vielmehr seine Angriffe auf Zivilisten und die zivile Infrastruktur verstärkt – und das in einer Zeit, in der der Winter in der Ukraine für eisige Temperaturen sorge, hatte Kallas kürzlich gesagt.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einer Serie russischer Luftangriffe laut Behördenangaben noch immer rund 1.700 Wohngebäude ohne Heizung. Seit
dem Vorabend sei die Wärmeversorgung in mehr als 1.600 Häusern wiederhergestellt worden, schreibt Bürgermeister Vitali Klitschko auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Die Reparaturarbeiten dauerten an. Russland hatte das ukrainische Energiesystem mit Raketen und Drohnen angegriffen, was bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt zu weitreichenden Ausfällen führte.

In der kommenden Woche sind nach US-Angaben weitere Gespräche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. Zu den am vergangenen Freitag und Samstag abgehaltenen trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington schrieb der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X, diese seien „sehr konstruktiv“ gewesen. Es seien Pläne gemacht worden, „die Gespräche nächste Woche in Abu Dhabi fortzusetzen.“

Die westrussische Großstadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine ist nach Behördenangaben von einem schweren Raketenangriff getroffen worden. „Unseren Informationen nach war es der massivste Raketenbeschuss Belgorods seit Kriegsbeginn“, schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, auf Telegram. Demnach wurden Energieanlagen getroffen. Tote und Verletzte habe es ersten Informationen nach aber nicht gegeben, fügte er hinzu.