Die Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz „NRW.Energy4Climate“ hat den Kreis Viersen im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums als ersten Kreis in Nordrhein-Westfalen nach Kom.EMS-Standards zertifiziert. Ministerin Mona Neubaur (Grüne) übergab am Donnerstag (22. Januar) das Siegel. Darüber informierte die Kreisverwaltung am Freitag in einer Mitteilung.
Das Kommunale Energiemanagement-System (Kom.EMS) bietet Kommunen demnach eine professionelle und kostenfreie Hilfestellung bei der Einführung eines Energiemanagements. „Die Einführung eines Energiemanagements ist die wirtschaftlichste Art, Klimaschutz in öffentlichen Gebäuden zu betreiben“, informierte der Kreis. „Denn Kommunen können mithilfe eines solchen Systems ihren Energieverbrauch optimieren und Kosten senken.“ Das Land stellt den NRW-Kommunen das System kostenfrei zur Verfügung.
Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Neubaur sagte: „Der Kreis Viersen macht vor, wie modernes digitales Energiemanagement hilft, Energieverbräuche transparent zu machen, Einsparpotenziale zu nutzen und dauerhaft Kosten zu senken.“ Kreisdirektor Ingo Schabrich ergänzte, dass der Kreis seit 2013 ein aktives Energiemanagement betreibe: „Allein über die letzten drei Jahre hinweg konnten wir so etwa den Wärmebedarf im Kreishaus um rund 23 Prozent senken.“ Durch das Energiemanagement-System wolle man weitere Optimierungen der Energieverbräuche der kreiseigenen Gebäude erzielen.
Zertifiziert wurde laut Kreisangaben die Wirksamkeit der eingesetzten Energiemanagement-Instrumente. So habe der Kreis mithilfe der Tools Optimierungen für Heizkurven und Heizwerte erarbeiten und Einsparmöglichkeiten bei Nacht- und Wochenendabsenkungen erkennen können. „Diese Optimierungen waren ohne Investitionskosten möglich“, so der Kreis. Darüber hinaus seien technische Optimierungen am Heizungssystem des Kreishauses in Viersen durchgeführt worden; etwa große Pufferspeicher aus dem System entfernt und die Heizung auf eine neue Gebäudesteuerung umgestellt.