Im Kontext der Proteste gegen die verschärften Einwanderungskontrollen in den USA sind am vergangenen Freitag auch bis zu 100 Geistliche festgenommen worden, die am größten Flughafen von Minnesota demonstrierten.

Myanmar: Neue Kirche inmitten von Not und Gewalt

Im Norden des vom Krieg zerrütteten Landes ist im Januar eine neue katholische Kirche eingeweiht worden. Laut dem Ortsbischof ist sie „Symbol eines Glaubens, der im Konflikt …

Das berichtet der National Catholic Reporter in seiner Online-Ausgabe. Laut Bericht nahm die Polizei die Geistlichen am 23. Januar fest, als diese am Minneapolis-St. Paul International Airport gegen Abschiebungsflüge demonstrierten und dabei auch Fluggesellschaften aufriefen, sich für ein Ende der Maßnahmen auszusprechen.

Als sich die Gruppe weigerte, den Bereich vor dem Hauptterminal zu räumen, seien die Protestierenden festgenommen worden, so NCR. Ihnen seien Bußgeldbescheide wegen unerlaubten Betretens und Nichtbefolgung einer Anweisung eines Polizeibeamten ausgestellt worden, danach wurden sie wieder freigelassen.

Unterstützung für Migranten

Eine Pfarrerin berichtete, die Gruppe habe sich festnehmen lassen, um ihre Unterstützung für Migranten zu zeigen – darunter auch Mitglieder ihrer Gemeinde, die Angst haben, ihre Häuser zu verlassen. Sie wolle nach der kurzfristigen Festnahme nun zu ihrer Kirche zurückzukehren und eine Gebetswache abhalten, so die methodistische Geistliche der Hamline Church in St. Paul, Minnesota.

Die Proteste sind Teil einer breiteren Protestbewegung gegen die verschärfte Einwanderungskontrolle von Präsident Donald Trump im gesamten Bundesstaat, bei der Gewerkschaften, progressive Organisationen und Geistliche die Einwohner Minnesotas dazu auffordern, der Arbeit, der Schule und sogar den Geschäften fernzubleiben.

Große Spannungen

Nach zwei gewaltsamen Todesfällen in Minnesota durch Kräfte der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE hatten sich die Lage zuletzt verschärft und die zivilen Proteste gegen den Einsatz der Bundespolizeibehörde des so genannten „Heimatschutzministeriums“ nahmen zu. Die ICE-Einsätze stehen mit dem Einsatz der lokalen Polizei in Minnesota in keinem direkten Zusammenhang, sondern werden auf Anweisung von Präsident Trump von der Bundespolizeibehörde gesteuert.

(ncr online – pr)