PC-Anwender in Deutschland tun sich schwer damit, sich von dem veralteten Microsoft-Betriebssystem Windows 10 zu verabschieden. Knapp die Hälfte der rund 21 Millionen Windows-PCs in deutschen Privathaushalten hat nach einer Studie des europäischen Cybersecurity-Unternehmens Eset aktuell noch die alte Version installiert.

Der zögerliche Umstieg ist problematisch, weil der offizielle Support für Windows 10 bereits am 14. Oktober vergangenen Jahres ausgelaufen ist. Für Privatanwender in der EU hat Microsoft allerdings nach Druck durch Verbraucherschützer eine kostenlose Verlängerung der Sicherheitsupdates bis Mitte Oktober dieses Jahres eingeräumt. Unternehmen müssen für den weiteren Support mit Sicherheitsupdates allerdings bezahlen.

„Wer den Wechsel weiter hinauszögert oder nicht in den erweiterten Support wechselt, betreibt einen Ritt auf der Rasierklinge“, sagt Alexander Opel, Sicherheitsexperte bei Eset Deutschland. Jahr für Jahr würden bei Betriebssystemen mehr Sicherheitslücken aufgedeckt.  Allein bei Microsoft-Produkten seien im Jahr 2025 knapp zwölf Prozent mehr Schwachstellen geschlossen worden als noch 2024.