Baumann will weiteren Stürmer holen

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Dieser Artikel erschien um 11:49 Uhr und wurde anschließend mit den Aussagen von Frank Baumann ergänzt.
Bei aller Euphorie um die Verpflichtung von Edin Dzeko muss Schalke 04 offenbar auch auf der Abgangsseite einen richtungsweisenden Transfer vornehmen. Am Sonntag verkündete der Zweitligist, dass sich Moussa Sylla nicht im Spieltagskader für die Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern befindet, weil er vor einem Wechsel zu einem ausländischen Verein steht.
Laut „Sky“ handelt es sich dabei um den New York City FC. Der MLS-Klub sei demnach bereit, 7 Millionen Euro inklusive Boni für den Angreifer zu zahlen. Diese Summe liegt weit über der im letzten Sommer gehandelten Ablöse und oberhalb des Marktwertes von Sylla, der im Oktober von 6 Millionen auf 5 Millionen Euro abgewertet wurde. Geschäftsführer Frank Baumann bestätigte in der Vorberichterstattung vor dem Spiel, dass nun eine höhere Summe fließen wird, als noch im Sommer möglich gewesen wäre.
Bei Schalke 04 war schon im letzten Sommer deutlich geworden, dass Sylla bei einem guten Angebot nicht zu halten ist. Der Mittelstürmer hatte in der vergangenen Saison 16 Tore erzielt, anschließend blieben die ganz großen Offerten allerdings aus. In dieser Saison ging die Effizienz mit vier Treffern und zwei Vorlagen in 19 Einsätzen leicht zurück, dennoch ergibt sich nun die Chance auf den dringend benötigten Geldregen. Sylla besitzt bei den Königsblauen noch einen Vertrag bis 2028.
Den Ersatz für Sylla hatte Tabellenführer Schalke mit der Verpflichtung von Dzeko schon im Vorfeld gesichert. Bisher war aber nicht ausgeschlossen worden, dass beide Stürmer in der Rückrunde gemeinsam die Mission Aufstieg angehen. Tatsächlich sind laut der „WAZ“ weitere Verpflichtungen nach dem Sylla-Abgang nicht ausgeschlossen, was auch Baumann am Sonntag bestätigte. „Wir wollen die Ablöse nutzen, um im Sturm noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden“, sagte er bei „Sky“. Mit Dejan Ljubicic von Dinamo Zagreb steht der zweite große Neuzugang in diesem Winter bereits vor dem Abschluss. Bis zum 2. Februar ist das Transferfenster in Deutschland noch geöffnet.
