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„Pretty Woman“ zurück auf der Musicalbühne
Aktualisiert am 25.01.2026 – 09:24 UhrLesedauer: 3 Min.
Am 3. Februar feiert „Pretty Woman“ die Rückkehr nach NRW ins Metronom Theater Oberhausen. (Quelle: William Rutten)
Die romantischste Liebeskomödie der 90er Jahre kehrt zurück auf die Bühne: Ab 3. Februar lockt „Pretty Woman“ die Musicals-Fans aus der Region wieder ins Metronom Theater nach Oberhausen.
Kostüme und Perücken liegen bereit, die Songs sitzen, die Vorfreude steigt: Ab 3. Februar erobert „Pretty Woman“ wieder die Bühne im Oberhausener Metronom Theater. Hier hatte die Neuinszenierung des Musicals vor drei Monaten ihre Deutschland-Premiere gefeiert, war dann auf Tour in München, Frankfurt und Basel. Jetzt folgt die Rückkehr nach NRW. Für die Hauptdarsteller auf den Spuren von Julia Roberts, Richard Gere und Co. ist und bleibt es eine Herausforderung der besonderen Art.
So gut wie jeder kennt sie schließlich, die Geschichte vom reichen Geschäftsmann Edward und der Prostituierten Vivian, die sich ineinander verlieben. Schwarze Lackstiefel und ein rotes Kleid haben Filmgeschichte geschrieben. Wie schwierig ist es da mit dem großen filmischen Vorbild vor Augen, die Figuren auf die Musical-Bühne zu bringen?
Mathias Edenborn will Abend für Abend die zwei Seiten von Edward Lewis zeigen: einerseits ein erfolgreicher Manager, andererseits von großer Angst beseelt, Gefühle zu zeigen. Bei Richard Gere hat sich der erfolgreiche Musicaldarsteller durchaus etwas abgeschaut. „Er spielt den Edward sehr unegoistisch und gibt Julia Roberts Platz zu strahlen“, meint der gebürtige Schwede im Interview – auch wenn es auf der Bühne etwas mehr Pathos brauche.
Für Shanna Slaap in der Rolle der Vivian findet er nur Komplimente: „Sie macht mir die Arbeit als Edward sehr einfach. Sie hat kein Interesse, irgendwem zu imponieren, sie will vielmehr die Geschichte erzählen. Ich schaue sie an – und sie ist pretty woman.“
Slaap spielt die Titelrolle bereits zum zweiten Mal, hat damit schon in den Niederlanden geglänzt. Im Gegensatz zu Edenborn, der den Filmklassiker 16-mal gesehen hat, war sie zum Zeitpunkt der Erstausstrahlung noch gar nicht geboren. Die 29-Jährige weiß aber genau, was ihre Vivian Ward ausmacht: „Ich möchte ihr goldenes Herz und ihre Persönlichkeit zeigen. Sie weiß zunächst selbst noch gar nicht, wie wertvoll sie ist.“
Benjamin Plautz, auf der Bühne Bösewicht Philip Stuckey, pflichtet ihr bei: „Die Emanzipation, die Vivian durchmacht, zeigt, was für eine starke Frau sie ist und wie sie ihren Weg in der von Männern dominierten Welt geht.“ Für ihn ist das Stück ein zeitloses, modernes Märchen. Edenborn vergleicht es mit Cinderella, „die ihren Helden wachküsst und rettet“.
